18. Mai 2021
Wirtschaftsrat warnt vor noch schärferen Regulierungen des Luftverkehrs
Wolfgang Steiger gegenüber Funke Medien: Urlaubsflüge könnten bald drastisch teurer werden

Nach dem Vorstoß von Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, Kurzstreckenflüge erst verteuern und perspektivisch abschaffen zu wollen, äußert sich Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftrates  gegenüber der Funke Mediengruppe kritisch: „Flüge würden für Durchschnittsverdiener nahezu unbezahlbar, zudem wären tausende Arbeitsplätze am Luftverkehrsstandort Deutschland gefährdet, wenn die Menschen bei steigenden Preisen auf grenznahe Flughäfen im Ausland ausweichen“, bilanziert Wolfgang Steiger.

 

Aus Sicht des Wirtschaftsrates zielen die jüngsten Pläne zudem auf die populärsten deutschen Urlaubsdestinationen. „Annalena Baerbock hat gesagt, dass sie mittelfristig keine Kurzstreckenflüge mehr will. Das würde aber nicht nur innerdeutsche Ziele betreffen, wie viele glauben, sondern alle Flüge bis 1500 Kilometer“, warnt Wolfgang Steiger. „Die Strecke von Frankfurt nach Mallorca zum Beispiel beträgt rund 1.253 Kilometer. Der bei den Deutschen beliebte Urlaub auf den Balearen wäre also für viele Arbeitnehmer finanziell bald nicht mehr drin, auch etliche Ziele in Griechenland oder Italien würden drastisch verteuert.“

 

Kritik gibt es auch an einem Antrag zum Fluglärm, den die Grünen in dieser Woche in den Deutschen Bundestag einbringen wollen: „ Würde die Zumutbarkeitsgrenze für Lärm wirklich auf 50 Dezibel am Tag und 40 Dezibel in der Nacht abgesenkt, wie dort gefordert, dürfte auch keine Bahn in Deutschland mehr rollen. Und im Übrigen stünden selbst Windräder still, für die der Grenzwert derzeit bei 55 Dezibel liegt.“

 

 

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