27. Juli 2021
Wirtschaftsrat Südthüringen: Wettbewerbsfähigkeit Südthüringens, Deutschlands und Europas auf die Zukunftsthemen des 21. Jahrhunderts ausrichten
Sektionssprecher Dr. Wolfgang Müller: Wirtschaftsliberale Politik mit Augenmaß wieder als alleinigen Handlungsgrundsatz verfolgen
v.l.n.r.: Mihajlo Kolakovic, Dr. Hans-Georg Maaßen, Dr. Wolfgang Müller

Wie weiter nach der Pandemie - insbesondere mit einer auf Zukunftsthemen ausgerichteten Wirtschaftspolitik? Dieses existenzielle Thema, von dem strategische Unternehmerentscheidungen abhängen, diskutierten knapp 50 Mitglieder und Gäste der Sektion Südthüringen im Wirtschaftsrat Deutschland mit Dr. Hans-Georg Maaßen, Kandidat für die Region Suhl - Schmalkalden-Meiningen - Hildburghausen – Sonneberg, in Zella-Mehlis. „Die Politik muss wieder mehr der Basis zuhören und deren Wissen maßgeblich in ihre Beschlüsse einfließen lassen! Politik braucht dringend unsere Detailerfahrungen, um wieder mit mehr Augenmaß ansetzen und unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit ihre Entscheidungen treffen zu können. Hierfür steht der Wirtschaftsrat im konstruktiven und kontinuierlichen Dialog mit politischen Entscheidern auf allen Ebenen“, so Dr. Wolfgang Müller, Sprecher der Sektion Südthüringen im Wirtschaftsrat Deutschland.

 

Die Wirtschaftspolitik in Bund und Ländern weise Fehlentwicklungen auf. „Wertschöpfung bedarf endlich einer öffentlichen, gesamtgesellschaftlichen Wertschätzung!“, sagte Dr. Hans-Georg Maaßen. Dies würde überbordende Bürokratie insbesondere gegenüber den Unternehmen eindämmen helfen, ebenso wie es die Gewinnung von Fachkräften für die Region, die Begeisterung für Facharbeit und auch für das Unternehmertum entfachen könne. Erfolg verspreche er sich zudem davon, für eine Strukturpolitik einzutreten, die für gleiche Lebensverhältnisse in der Stadt und im ländlichen Raum sorge. Generell bedarf es allerdings seitens der Politiker wieder mehr Lebens- und auch Unternehmererfahrung, um vor Gesetzesbeschlüssen dringend nötige Folgeabschätzungen für die betroffenen Bereiche vornehmen zu können. Dies helfe, zum Erfolgsgrundsatz der Sozialen Marktwirtschaft zurückzukehren, dass der Staat nicht Detailentscheidungen, sondern einzig die Rahmenbedingungen festzulegen hat. Mikromanagement lasse sich nicht von zentraler oberer Stelle erfolgreich durchsetzen. So ließen sich auch weitere Personalaufstockungen vermeiden und ebenfalls Bürokratiebelastungen insbesondere für Unternehmen reduzieren.

 

Zukunftsthemen wie Informationstechnologie, Soft- und Hardware, Onlinehandel und soziale Netzwerke seien im globalen Wettbewerb des 21. Jahrhunderts entscheidend. Doch auch diese seien lange vernachlässigt worden, sagte Dr. Hans-Georg-Maaßen weiter, und würden nun weder von Deutschland noch von Europa wirklich besetzt. Hierfür brauche es, so der Konsens der Diskussion, ein starkes Europa, in dem „an einem Strang gezogen wird“.

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