17. Februar 2021
Aus den Ländern (Sachsen-Anhalt): Wirtschaftsrat digital mit Sven Schulze MdEP
Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe der Landesfachkommission „Internet und Digitale Wirtschaft“

Internet und Digitale Wirtschaft sind derzeit Innovationstreiber Nummer eins – das ist das Fazit der ersten Veranstaltung unserer Reihe „Wirtschaftsrat digital mit Sven Schulze MDEP. Bis zum Sommer wird der Wirtschaftsrat deshalb gemeinsam mit dem Europaabgeordneten der CDU positive Digitalisierungsvorhaben vorstellen, die die Innovationskraft der mittelständischen Wirtschaft im Land in den Mittelpunkt stellen.

 

Zum Auftakt wurde das innovative 5G-Projekt im Technologiepark Ostfalen in Barleben vorgestellt, das von der dort ansässigen Firma Teleport gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung in einem bundesweiten Auswahlverfahren als eines von zehn Projekten zum Erfolg gebracht wurde und mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird.

 

„5G macht die Industrie produktiv und innovativ“, sagte Projektinitiator Marco Langhof. In einer Reihe von Beispielen aus den teilnehmenden Unternehmen berichtete er über die ambitionierten Ziele des Projektes, so etwa über die Fragen „Lässt sich eine Schweißnaht eigentlich auch vom Home-Office aus ziehen?“ oder „Wie kann ein Standort in Barleben weltweit Innovationsführer innerhalb eines Konzernes werden?“. Die und mehr will das Projekt mit praktischen Anwendungen beantworten und den beteiligten Industrieunternehmen einen Innovationsschub geben.

 

„In diesem Projekt geht es allerdings um weit mehr“ erläuterte der Europaabgeordnete Sven Schulze, der als Mitinitiator und Begleiter des Projektes auf nationaler und internationaler Ebene am Erfolg nicht unwesentlich beteiligt ist. „Digitale Technologien beeinflussen nun auch sichtbar die traditionellen Industrien und sorgen hier für weltweite Wettbewerbsfähigkeit“. Ein Beispiel hierfür ist das Barleber Unternehmen Fraimtec, das weltweit Automatisierungslösungen aufbaut, in Betrieb nimmt und wartet.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt des 5G Projektes ist, dass beispielsweise der Standort Barleben nun im weltweit tätigen HORIBA Konzern derjenige Ort ist, an dem Erfahrungen mit 5G Technologien gesammelt und aufgebaut werden. „Wir müssen davon loskommen, unseren guten Bördeboden nur an Investoren zu vergeben, die nur wenige oder mäßig bezahlte Arbeitsplätze darauf schaffen“, erläutert Barlebens Bürgermeister Frank Nase und Eileen Koch, Strategiereferentin des Landkreises Börde ergänzt: „Als Beteiligter am Zweckverband Technologiepark möchten wir als Landkreis Börde die Wirkung von 5G als Standortfaktor auch an anderen Stellen zur Wirkung bringen.“

 

„Langfristiges Ziel des Projektes ist neben der Errichtung eines 5G Campus im Technologiepark Ostfalen auch die Vervielfältigung dieses Modells für andere Kommunen im Land, zum Beispiel auch in den Regionen des Strukturwandels“ ergänzt Projektleiter Langhof.

 

An der online geführten Diskussion nahmen Vertreter aus Wirtschaft und Politik teil. „Diese Veranstaltungsreihe des Wirtschaftsrates soll ausdrücklich auf Initiativen mit besonderem Einfluss auf das Innovationsgeschehen aufmerksam machen und die wichtigsten Akteure unmittelbar zusammenbringen“ beschreibt der Vorsitzende der Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft, Sirko Scheffler, die Zielstellung.

 

Dr. Michael Moeskes, Vorsitzender des Wirtschaftsrates, zeigt sich mit der Auftaktveranstaltung zufrieden: „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, der Wirtschaft und der Politik des Landes innovative Impulse zu geben – mit dieser Veranstaltungsreihe haben wir dafür ein wirksames Podium gefunden.“

 

Weitergehende Informationen zum 5G-Projekt in Barleben finden Sie hier.