21. Februar 2019
Online-Handel als Rettung des mittelständischen Einzelhandels?!
Die Sektion Kassel setzt ihre Veranstaltungsreihe zum Thema „Digitalisierung“ fort und beleuchtet in einer Veranstaltung die Auswirkung auf den Einzelhandel näher. Als Experten auf dem Gebiet erklärten Jan Griesel, Founder/CEO, und Bernhard Weiß, CBDO von plentymarkets, wie die Situation aktuell aussieht und wo der Trend hingehen wird.
Jan Griesel, Founder/CEO, über den E-Commerce im Vergleich (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Digitalisierung ist mittlerweile in allen Bereichen des Lebens angekommen. Am stärksten und bewusstesten ist dies dem Einzelhandels. Online-Händler wie amazon, ebay oder Zalando gehören längst zum Alltag. Und damit der Online-Wettbewerb. Große Unternehmen können sich eigene Online-Einkaufsplattformen leisten. Aber was ist mit den kleinen oder mittelgroßen Einzelhändlern? Der Aufbau eines Online-Vertriebs ist mit viel Geld, Risiko und Know-How verbunden, den viele klein- und mittelständische Unternehmen scheuen bzw. nicht haben. Hier kommen E-Commerce-Plattformen wie plentymarkets ins Spiel. Das Unternehmen mit weltweit 195 Mitarbeitern und 18-jähriger Erfahrung ist ein E-Commerce ERP-System, das Warenwirtschaft mit Shopsystem und Omni-Channel-Vertrieb verbindet. So ermöglicht es die zentral gesteuerte Erschließung einer Vielzahl an Verkaufskanälen und lässt sich außerdem an individuelle Händlerbedürfnisse anpassen.

 

Die beiden Geschäftsführer, Jan Griesel und Bernhard Weiß, erklärten den Teilnehmern, wie sich kleine Unternehmen durch die Nutzung von mehreren Vertriebsschienen gegen die große Konkurrenz behaupten können. „Wichtig ist, dass sich gerade die kleinen Händler nicht in die Abhängigkeit von nur einer Online-Plattform begeben“, so Griesel. Beide Herren konnten in den letzten Jahren eine Veränderung im Online-Handel beobachten. „Auch wenn amazon nach wie vor 70 Prozent des Online-Markts beherrscht, ist die Nutzung von anderen Online-Marktplätzen in den letzten Jahren stark gestiegen“, erklärte Weiß anhand von Umfrage-Ergebnissen eigener Kundenbefragungen. Einer der stärksten Antriebsfedern für die Digitalisierung im Einzelhandel ist der starke Wettbewerb mit chinesischen Händlern, die auf den deutschen Markt drängen. Dadurch sind auch die kleinen Einzelhändler gezwungen ihre Käuferbasis zu verbreitern.

 

Natürlich ist dies auch mit einigen Herausforderungen verbunden. So müssen bisherige, teilweise sehr konservative Vertriebsstrukturen aufgebrochen werden. „Das Aufwendigste des Umstrukturierungsprozesses sind die Überzeugung in der IT und Buchhaltung sowie der Abbau von Ängsten in der Geschäftsleitung“, erklärte Griesel. Für beide plentymarkets-Geschäftsführer ist der Online-Handel auf verschiedenen Online-Marktplätzen die einzige Lösung, dass es auch in den nächsten Jahren noch kleine und mittelgroße Einzelhändler gibt und der Markt nicht nur von riesigen Shop-Ketten bestimmt wird.

Kontakt
Andreas Hohmann
Landesgeschäftsführer
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