05. Februar 2020
Nachfolgeland Hessen - Hessen ohne Nachfolger?
Im Rahmen eines Kamingesprächs tauschte die Arbeitsgruppe Unternehmensnachfolge Erfahrungen zum Thema Zukunftssicherung von Unternehmen mit Jörg Michael Müller, MdL und Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der CDU-Landtagsfraktion im hessischen Landtag, aus.

Im Gespräch wird deutlich, dass eine Betriebsübergabe gemeinhin als komplexes Unterfangen gilt, das der umfassenden Berücksichtigung von privaten, betrieblichen und ökonomischen Aspekten bedarf. Viele Mittelstandsunternehmen in Hessen, überwiegend gelegen im ländlichen Raum, seien zusätzlich mit der Herausforderung des demografischen Wandels und der Abwanderung der Jugend in städtische Gebiete konfrontiert, die eine zeitgerechte Planung der Nachfolgersuche und Unternehmensübergabe erschwerten, erklärt der Landtagsabgeordnete Jörg Michael Müller. Die Mitglieder der AG stellen praxisbezogen dar, wie schwer es ist, junge Menschen vom Dasein als Unternehmensnachfolger zu überzeugen. An der Stelle seien zielgerichtete Maßnahmen notwendig, die es vermögen, die Attraktivität des Unternehmertums generationsübergreifend zu vermitteln, dies ist das erklärte Ziel der AG. Ferner sei zu beachten, dass gesellschaftliche, rechtliche, technologische und wirtschaftliche Veränderungen eine zunehmend interdisziplinäre und parteiübergreifende Arbeitsweise erforderten, um nachhaltige Strategien zu entwickeln, die das Überleben der für das wirtschaftliche Bestehen Hessens so wesentlichen Mittelstandbetriebe sichern können.

 

 

Die Arbeitsgruppe Unternehmensnachfolge ist eine breit gefächerte Unterstützungsplattform für Unternehmer mit dem Ziel, einen überparteilichen Austausch mit Vertretern der Hessischen Landesregierung und den Fraktionen im hessischen Landtag herzustellen. Die Erhöhung der Attraktivität der Unternehmensnachfolge soll zur Stabilisierung der mittelständisch geprägten Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen insbesondere auch im ländlichen Raum Hessens beitragen.