17. März 2021
Veranstaltungsreihe "Mitteldeutscher Wirtschaftsdialog des Wirtschaftsrates": Russlands Süden - Brennpunkt von Geopolitik und Rohstoffen
Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. lädt im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Mitteldeutscher Wirtschaftsdialog des Wirtschaftsrates“ zu einer Veranstaltung zum Thema „Russlands Süden – Brennpunkt von Geopolitik und Rohstoffen ein.

Magdeburg, 17. März 2021. Seit der Zaren- und Sowjetzeit verfolgt Russland eine strategische Konstanz, die die Grenzlage bis in die heutige Zeit erklärt. Viele in Bezug auf Geopolitik, Wirtschaft und Kultur sensible Räume befinden sich im Süden Russlands und gelten als Konflikträume. Russland ist eines der Länder mit den reichsten Rohstoffvorkommen wie beispielsweise an Erdöl und -gas, Eisenerz und Gold. Auf deren Förderung, Verarbeitung und Transport legt der Rohstoffgigant besonderen Wert. Mit einer Fläche von über 17 Millionen Quadratkilometern ist Russland das größte Land der Welt, doch die geografischen Gegebenheiten stellen das Land vor Herausforderungen. Der nicht vorhandene Zugang zu den globalen Seehandelswegen erschwert die Wirtschaftspolitik und verstärkt die Konfliktpolitik im Land. Besondere Gebiete wie die Krim, die Ukraine, Berg Karabach, aber auch Zentralasien bis hin zu China wurden in der Veranstaltung des Wirtschaftsrates sowohl historisch als auch geopolitisch thematisiert.

 

Gemeinsam mit der Landesfachkommission „Außenwirtschaft und Internationales“ sowie den Landesverbänden Sachsen und Thüringen machte der Landesverband Sachsen-Anhalt auf den Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin aufmerksam. Die Unternehmer im Wirtschaftsrat hatten die Möglichkeit, sich mit dem Ost-Experten und ehemaligen Botschafter der Schweiz, Erwin H. Hofer, über das „Jahrhundert Asiens“ sowie den vermeintlichen Rückgang der wirtschaftlichen Bedeutung Russlands zu diskutieren. Dieser fasst zusammen: „Von Zeit zu Zeit kam es zu enormen und schnellen Anpassungen der inneren Strukturen, nur um hierauf wieder zum Status quo zurückzukehren. Zwar haben sich die Umstände geändert, jedoch zeichnet sich dieser Rhythmus seit Peter dem Großen, über Katharina die Große, Michail Gorbatschow, bis hin zu Wladimir Putin durch eine unglaubliche Konstanz aus.“