19. März 2019
Krypto-Token - die Währung der Zukunft?!
Der Chief Digital Officer der DZ Bank AG, Dr. Udo Milkau, erklärte den Mitgliedern und Gästen der Sektion Odenwald, was es mit den bekannten, aber kritisierten Krypto-Währungen auf sich hat.

Seit einigen Jahren wird die digitale Währung Bitcoin oder ähnliche Krypto-Währungen als die Zukunftslösung des Zahlungsverkehres gehypt oder aber auch verdammt. 2009 aus der Hackerszene bekannt, genießt sie seit 2011 eine immer größere Popularität. Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen entschließen sich, Bitcoin als neue Währung zu benutzen.

 

Dr. Udo Milkau, CDO der DZ Bank AG, beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Thema „Bitcoin & Co.“. Seit 2009 bekannt, erfuhr gerade die Krypto-Währung Bitcoin zunächst einen riesenhaften Aufschwung. Mittlerweile sind die etwa 2.000 existierenden digitalen Währungen eher verrucht und werden kritisch von der Finanzaufsicht aber auch Sicherheitsbehörden betrachtet. Grund dafür ist die zahlreiche und leichte Nutzung für kriminelle Machenschaften im DarkNet oder Spekulationsgeschäfte. Aus diesem Grund hat das Thema inzwischen auch den Weg auf die politische Agenda und in die politische Diskussion gefunden.

 

Allerdings stoßen die digitalen Währungseinheiten auf immer größeres Interesse bei Unternehmen wie facebook, Google oder amazon. Diese denken bereits über die Schaffung und Einführung von eigenen Krypto-Währungen nach, die allerdings nur in der jeweiligen abgeschlossenen Community als Zahlungsmittel genutzt werden kann.

 

Erste positive und negative Erfahrungen in diesem Bereich kann man sich bereits in den großen Metropolen in China anschauen. Dort nutzen bereits 60 Prozent der städtischen Bevölkerung nur noch die Bezahldienste Alipay und WeChat Pay, über die sie ihre analogen und digitalen Einkäufe bezahlen. Bargeld oder Kreditkarten haben für sie keine Bedeutung mehr. In Europa werden diese Projekte allerdings noch sehr kritisch von der Europäischen Zentralbank betrachtet, da Krypto-Währungen noch keiner Aufsicht unterliegen und staatlich nicht steuerbar sind.

 

Ob sich diese Art von Währung langfristig und in welcher Form durchsetzen wird, sind für Milkau erstmal alles nur Gedankenspiele. Angestoßen wurde der Prozess aber durch die Einführung von Bitcoin & Co. Laut Milkau bleibt dieses Feld sehr spannend. 2020 treffen erstmals drei Bezahlsysteme – Kreditkarte, Bargeld und Bezahldienste mit ihren Krypto-Währungen – bei der Olympiade in Tokyo aufeinander, so dass man dort schon sehen kann, welcher Trend sich vielleicht durchsetzen wird.

 

Kontakt
Andreas Hohmann
Landesgeschäftsführer
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