30. April 2019
Digitalisierung im Unternehmen richtig einsetzen
Nach der Entwicklung der Dampfmaschine, der Fließbandarbeit und der Automation verzahnen sich die Informations- & Kommunikationstechnologien und die Produktion immer mehr – die sogenannte 4. Digitale Revolution oder auch „Industrie 4.0“ genannt. Wie Unternehmen diese für sich im globalen Wettstreit nutzen können, war Schwerpunkt der Veranstaltung im SQUAIRE auf dem Frankfurter Flughafen.
Markus Deutsch (Foto: Wirtschaftsrat)

Der weltweite Ruf von deutschen Erzeugnissen stammt noch aus einer Zeit, in der die Mechanik die Produktqualitäten bestimmten. Durch Industrie 4.0 sind Unternehmen nun gezwungen, ihre Geschäftsmodelle neu auszurichten. Denn Konsumenten und Kunden wollen mehr – mehr Angebot, mehr Erlebnis und einen individuellen Zuschnitt der Produkte oder Services.

Markus Deutsch, bei der KPMG AG zuständig für Customer Service, erklärte den Teilnehmern, wie sie und ihr Unternehmen den neuen Rohstoff „Daten“ richtig nutzen, um ihr Geschäftsmodell dem aktuellen Trend anzupassen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.

Viele Unternehmer hätten den Mehrwert von Daten und der damit einhergehenden Datenanalysen für sich und ihre Branche bereits erkannt. Allerdings stehen sie bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen oft noch vor grundsätzlichen Fragestellungen. Das Potenzial, aus den oftmals ohnehin generierten Daten zusätzlichen Mehrwert zu schöpfen und neue Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, bleibt deshalb häufig weitestgehend ungenutzt.

Björn Vortisch (Foto: Wirtschaftsrat)

Eine mögliche Anwendung für die Nutzung von angesammelten Daten und deren Potential ist die Steigerung der Energieeffizienz eines Unternehmens. Gerd Krause, Partner Audit / Governance & Assurance der KPMG AG, erklärte, dass Herausforderung für Einsparungen oftmals im Erkennen, Messen, Analysieren und vor allem Nutzen von Energieflüssen ist.

Getrieben auch von gesellschaftlicher Verantwortung und umweltpolitischen Forderungen ist die Einführung eines Energiemanagements dabei unumgänglich. Ziel ist die Reduzierung des Energieverbrauchs. Zeitgleich stellt das Risiko von hohen Investitionskosten sowie nicht vorhandenen innerbetrieblichen Ressourcen die Verantwortlichen und Entscheider vor komplexe Herausforderungen. So greifen Unternehmen oftmals auf operative Maßnahmen zurück, ohne klare Strategien und systematische Ansätze in Betracht zu ziehen.

 

Björn Vortisch, Geschäftsführer der enexion GmbH, erklärte wie ein solches Energievollkosten-Management im digitalen Zeitalter aussehen könnte. Denn neben der Energieeffizienz ist die fortlaufende Optimierung aller Energiekosten für Unternehmen und den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit genauso wichtig wie die grundlegende Einführung eines Energiemanagements. 

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Andreas Hohmann
Landesgeschäftsführer
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