14. Februar 2022
Bau von LNG-Terminals von hoher strategischer Bedeutung für Energiesicherheit
Wolfgang Steiger: Einseitige Abhängigkeiten vermeiden - Habeck kann nur gegen Klima-Populisten standhalten

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. verteidigt den Einsatz von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck für den Bau von Terminals zur Verarbeitung von verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas, kurz LNG) gegen Kritik der Deutschen Umwelthilfe (DUH). "Die immer maßloseren Angriffe von radikalen Klimapopulisten schaden den wirtschaftlichen Grundlagen unseres Industrielandes. Erdgaslieferungen und verflüssigtes Gas aus verschiedenen Ländern brauchen wir für die Energiesicherheit unseres Landes, um den möglichen Ausfall eines Lieferanten aus welchen Gründen auch immer kurzfristig kompensieren zu können. Deshalb ist der beschleunigte Bau von LNG-Terminals von hoher strategischer Bedeutung. Sichere Gaslieferungen sind auch für die Erreichung der Klimaziele elementar, weil mit dem gleichzeitigem Ausstieg aus Kohle und Kernenergie nur Erdgas für den Übergang zur Verfügung steht", betont Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.  

Statt der von DUH & Co. geforderten strikten Einschränkungen für die Errichtung von LNG-Terminals ist eine Beschleunigung des Baus von LNG-Terminals in Deutschland unverzichtbar. Ebenso lehnt der Wirtschaftsrat eine Begrenzung der Betriebsdauer von LNG-Terminals ab. "Wir werden weiterhin Energieimporte benötigen, um unseren Bedarf zu decken. Zudem werden wir nach der Corona-Pandemie und angesichts erhöhter politischer Spannungen weltweit wieder verstärkt strategische Reserven wie vor 1990 anlegen müssen. Dabei sind private Unternehmen ebenso unverzichtbar wie marktwirtschaftliche Lösungen. Auf Terminals in europäischen Partnerländern zu verweisen, greift viel zu kurz: Im Zweifel werden in einer Krise alle erst einmal ihren Eigenbedarf sichern. Da ist auch unseren besten Freunden das eigene Hemd näher", erklärte Wolfgang Steiger.