19. Mai 2021
Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft und Pflege
Modellprojekte bei der sektorenübergreifenden Versorgung können uns helfen aufzuzeigen, welche Strukturen sinnvoll sind
Sitzung zur sektorenübergreifenden Versorgung mit Minister Harry Glawe MdL
Harry Glawe, Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Die sektorenübergreifende Versorgung, die Zusammenführung der ambulanten und stationären Versorgung, ist eines der zentralen Themen des Gesundheitswesens in Mecklenburg-Vorpommern, vor allem mit Blick auf Versorgung und Wirtschaftlichkeit. Die Enquete-Kommission auf Beschluss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern ist bei dem Umsetzungsprozess ein wichtiges Instrument. Der Wirtschaftsrat möchte dabei besonders die Ausführungen des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Bezug auf Modellregionen hervorheben. Wie häufig auch in anderen Branchenbereichen, sind Modellregionen für ein schnelles Voranschreiten ein geeignetes Mittel. „So können wir schnell erkennen, was klappt und was nicht. Kinder (Pädiatrie) beispielsweise können in der Regel meist sehr gut ambulant behandelt werden, so Harry Glawe.


Weitere Themen in seinen Ausführungen waren der Fachkräftemangel im gesamten medizinischen Bereich (besonders in der Pflege), die demografische Entwicklung, der Ausbau von Studienplätzen.


Der Geschäftsführer der HELIOS Kliniken GmbH Region Nord, Franzel Simon, betonte im Hinblick auf die sektorenübergreifende Versorgung, dass nicht nur auf die Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung geblickt werden sollte, sondern auch auf Aspekte wie Prävention, Rehabilitation und Homecare. Bei der Entwicklung der Krankenhauslandschaft in MV setzt Simon vor allem auf die bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Häuser zu regionalen Gesundheitszentren (RGZ), die wirtschaftlich aus eigener Kraft überleben können. Die bürokratischen Hürden bei der Umsetzung sind hier noch zu hoch – der Wirtschaftsrat möchte sich für schnelle Verfahren einsetzen. Bezogen auf den Fachkräftemangel wird die von HELIOS initiierte private medizinische Hochschule ein wichtiges Instrument für mehr spezifiziertes Personal darstellen und auch den Standort Schwerin attraktiver machen.