31. Mai 2021
Landesfachkommission Energie, Industrie und Technologie
Wir sind auf ein breites Spektrum der Energieversorgung angewiesen
APEX Energy stellt netzgekoppelte Wasserstoffanlange vor
Dietmar Eifler MdL

Die energiepolitische Wende hat auch in Mecklenburg-Vorpommern ein hohes Gewicht. Mit zahlreichen Unternehmen, die auf regenerative Energien setzen, ist das Land gut aufgestellt. Es gilt, erneuerbare Energien noch stärker zu fördern und Regulierungsschranken und bürokratische Hürden aufzuheben. Genauso muss aber eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung für die Umsetzung geschaffen werden. „Ganz ohne fossile Energieträger wird es in naher Zukunft nicht klappen, weswegen wir vor allem auf Erdgas setzen müssen“, so Dietmar Eifler MdL, Energieexperte der CDU-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern die höchsten Energiekosten in ganz Deutschland und wir müssen auf das energiepolitische Zieldreieck aus Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit achten, damit es in einem ausgewogenen Verhältnis steht“, sagte Eifler. Da insbesondere gegen viele Bauten von Windkraftanlagen juristisch vorgegangen wird und der Repowering-Prozess Zeit in Anspruch nehmen wird, gilt das mehr als je zuvor.

 

Dr. Mischa Paterna, Geschäftsführer des Wasserstoffenergieclusters in Mecklenburg-Vorpommern als auch Managing Partner der APEX Energie Teterow GmbH, hielt einen Impulsvortrag über Wasserstoff und stellte sein Unternehmer vor. Aufgrund der Vielfalt an erneuerbaren Energien lässt sich hervorragend grüner Strom erzeugen – den man wiederum mit Wasserstoff speichern kann. Wie bei allen erneuerbaren Energien befasst sich APEX insbesondere mit dem Thema Speicher. Apex hat eine Energiespeicheranlage im Volumen von 12 Millionen Euro gebaut und ist einer Vorreiter was „Power to Gas“ angeht. Das Besondere dabei ist, dass der Wasserstoff von der Wasserstoffgewinnung durch Elektrolyse über die Brennstoffzelle bis zum Blockheizkraftwerk unter einem Hut dort angesiedelt ist. Dr. Paterna berichtet zudem noch über das „Wasserstoffenergiecluster Mecklenburg-Vorpommern“, bei der mehrere Multiplikatoren zusammenkommen, die den Energieträger voranbringen möchten.

 

Dr. Rüdiger Schwarz, Leiter Power-to-X, der EDl Anlagenbau Gesellschaft mbH, berichtete über die Zukunft der Treibstoffversorgung der Luftfahrtbranche, wofür die Produktion von nachhaltigem Kerosin dringend notwendig ist, um die Klimaziele nicht zu verfehlen. Hierfür gibt es mehrere Vorhaben im Power-to-liquid (PtL) Bereich, um einen wichtigen Beitrag zur Defossilisierung des Transportsektors zu leisten.