31. Mai 2021
Brachflächen in Erfurt nicht länger stiefmütterlich behandeln
Dr. Wolfgang Weißkopf: Brachflächenkataster als Instrument für Ansiedlungspolitik und Wirtschaftsförderung umgehend erstellen

Die Diskussionen um die Erschließung des Gewerbegebietes Urbich (URB 638) verdeutlichen einmal mehr, dass die politischen Verantwortlichen der Stadt Erfurt nach wie vor ihre Hausaufgaben bei der Entwicklung von Gewerbe- und Wohngebieten nicht erledigen. Bis heute fehlt für einen Gesamtüberblick ein Kataster über ihre Brachflächen. Dieses Brachflächenkataster ist schnellsten zu erstellen. „Ohne ein vollständiges Brachflächenübersicht, deren Bewertungen und ein darauf fußendes Erschließungskonzept lassen sich weder eine aktive Angebotspolitik für Neuansiedlungen von Unternehmen, noch Erweiterungen vorhandener Gewerbegebiete und auch keine zielgenaue Wirtschaftsförderung betreiben“, begründet Dr. Wolfgang Weißkopf, Sprecher der Stadtsektion Erfurt und stellvertretender Landesvorsitzender Thüringen im Wirtschaftsrat der CDU e.V., den dringenden Appell der Wirtschaft, umgehend ein Gewerbeflächennutzungskonzept zu schaffen und darüber zu beschließen. „Sind alle Brachflächen und deren Eigentümer erfasst und nach Bedeutung und möglicher Erschließung priorisiert, lassen sich schnellere und einfacher umsetzbarere Lösungen, wie Industrieansiedlungen auf Landwirtschaftsflächen, zukünftig vermeiden, mindestens aber stark reduzieren. Zumal gerade wir hier vor Ort in Erfurt über den hochwertigsten Ackerboden verfügen“, weist er den Weg zu einer Lösung, die klimatisch sensible Flächen offenhält und den Interessen von Industrie, Landwirtschaft, Wohnungsbau und Anwohnern entgegenkommt.

Wie wolle man auch sonst schnell ein überzeugendes Angebot gegenüber ansiedlungswilligen Unternehmen abgeben und so als dynamischer Wirtschaftsförderer und Wirtschaftsstandort auftreten. Kosten und fehlende Finanzmittel seien laut Dr. Wolfgang Weißkopf gerade kein Argument für den Handlungsstau, denn neben Förderzuschüssen für Revitalisierungen fördere beispielsweise der Freistaat die Reaktivierung von Altgewerbeflächen. Perspektivisch sicherten Unternehmensansiedlungen dem Stadthaushalt Einnahmen aus Gewerbesteuer. Zudem würden attraktive Flächenangebote für Unternehmen und Wohnungsbau den Ruf Erfurts als moderner und zukunftsfähiger Mittelpunkt für Wirtschaft und Leben unterstreichen und die Position im Standortwettbewerb stärken.

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