26. Oktober 2021
Sektion Mecklenburgische Seenplatte
Regulatory Affairs sind noch schwieriger geworden
Speed Care Mineral GmbH präsentiert sich beim Wirtschaftsrat
Foto: Reto Pikolin

Der Medtech-Bereich gehört in Mecklenburg-Vorpommern zu den stärksten Zweigen in der Gesundheitswirtschaftsbranche und auch in der Start-ups-Szene entwickeln immer mehr Unternehmen innovative Produkte. Der Weg zum Erfolg ist jedoch steinig, denn es dauert lange, bis das Produkt medizinische Studien durchlaufen hat und eine Zulassung erhält. Hinzu kommt, dass die Regulierungen sich verschärft haben und es Jungunternehmen aus dem Medtech-Bereich schwer machen, ihre Produkte auf dem Markt zu platzieren. So haben über 70 Prozent der Medtech-Unternehmen ihre Produkte eingestellt.


Die Speed Care Mineral GmbH, ein Start-up aus Neubrandenburg, hat Wundverbände entwickelt, die eine Blutung in sehr kurzer Zeit stoppen können. Es gab schon Produkte dieser Art auf dem Markt, aber die Speed Care Mineral GmbH hat nochmals ein besseres Produkt – auch mit anderen Bestandteilen – entwickelt. Es ist zwar noch nicht auf dem Markt zugelassen, aber die Chancen stehen sehr gut. Siegfried Kruse, der geschäftsführende Gesellschafter, berichtet in seiner Präsentation auch über die Schwierigkeiten eines jungen Unternehmens, bei dem es mehr bedarf als der Entwicklung eines Produkts. Es gehören beispielsweise auch Management, Vertrieb und ein gut durchdachter Finanzierungsplan dazu.


Siegfried Kruse begrüßte, dass der Wirtschaftsrat sich für das Start-up-Ökosystem in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt einsetzen möchte. „Eine passendere Plattform kann es nicht geben, wenn sich Bestandsunternehmen und Start-ups vernetzen möchten“, so der Landesgeschäftsführer Reto Pikolin.