06. September 2017
Zwischen Wachstum und Grenzen
Stadtrat Schneider beim Wirtschaftsrat
Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT, „Schulen, Kitas, war zu Gast in der Sektion Frankfurt des Wirtschaftsrates Hessen und referierte auf dem Unternehmerfrühstück der Sektion über „Datennetz – Wie Frankfurts Infrastruktur mit dem Wachstum der Stadt mithalten kann“. Dr. Lutz Raettig, Sprecher der Sektion Frankfurt, hatte in das Nizza-Areal geladen.
Stadtrat Schneider berichtete der Sektion Frankfurt aus dem Magistrat (Foto: Wirtschaftsrat)

„Frankfurt wächst in einem Maß, das vor vielen Jahren noch unvorstellbar war. Die Dynamik, mit der Frankfurt wächst, hat viele überrascht“, eröffnete Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT, seinen Vortrag. 2007 sei man noch davon ausgegangen, dass Frankfurt 2030 eine Einwohnerzahl von 730.000 erreiche. Diese Zahl ist mittlerweile erreicht, Tendenz wachsend. Dies liege an mehreren Faktoren: „Frankfurt ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort, eine positive Geburten-Sterbebilanz sowie eine höhere Zahl an Zuzügen gegenüber Wegzügen sorgen für ein konstantes Wachstum der Stadt.“

Gut besucht: das Unternehmerfrühstück des Wirtschaftsrates in Frankfurt (Foto: Wirtschaftsrat)

Frankfurts Grundfläche ist begrenzt, somit ist auch das Wachstum der Stadt an enge Grenzen gebunden: „Wir sind weit davon entfernt, dass Frankfurt dimensional wächst. Unser Fokus liegt auf der Nachverdichtung.“ Auch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wachsen, beispielsweise steige die Anzahl der Kinder zwischen 0-10 Jahren jährlich um 5 Prozent. Auch hier führe der Wachstum die Stadt an Belastungsgrenzen: Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Grundschulen und Schulen seien längst ausgelastet. „Der Ausbau ist in den vergangenen Jahren deutlich schneller geworden. 10.000 Plätze wurden geschaffen, 2 Milliarden Euro hat die Stadt investiert. Wir können den 42.000 Kindern Betreuungsplätze garantieren“, veranschaulichte Schneider seine Arbeit im Magistrat. 

Bei der Frage nach städtischem WLAN denke Schneider marktwirtschaftlich: „Es ist nicht Aufgabe der Kommune, mit den Steuergeldern ein öffentliches WLAN zu finanzieren.“ Er sehe die Internetverbindung nicht als Daseins-Vorsorge. „Die Stadt muss die Infrastruktur bereitstellen und den Glasfaserausbau vorantreiben.“ Gemessen an den Maßstäben der Bundesregierung arbeite Frankfurt planmäßig.

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Landesgeschäftsführer
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