27. August 2013
Podiumsdiskussion
Zukunft der Energienetze: Privat oder Staat?
Knapp vier Wochen vor dem Volksentscheid zum Rückkauf der Energienetze in Hamburg wird viel in der Stadt diskutiert. Der Landesverband Hamburg des Wirtschaftsrates hat es geschafft, alle Hauptbeteiligten auf ein Podium zu holen und den über 200 Mitgliedern und Gästen eine spannende Diskussion zu bieten.
Manfred Braasch, BUND, Moderator Wolfgang Buss, Pieter Wasmuth, Vattenfall, Landesvorsitzender Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Senatorin Jutta Blankau, Walter Scheuerl, MdHB, Stephan Kohler, DENA (Foto: Wirtschaftsrat)

Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND und bekanntester Vertreter der Initiative Unser-Hamburg-unser-Netz, hat seinen schweren Stand gut gemeistert. Als einziger Verfechter des vollständigen Netzrückkaufs musste er die Argumente der fachkundigen Experten abwehren. Dass der Netzbetrieb auch für Hamburg lukrativ sein muss, sonst würden sich nicht so viele Interessenten an den Konzessionen finden, ist für ihn plausibel. Welche Investitionen in Zukunft aber auf den Netzbetreiber zukommen werden, davon konnte Pieter Wasmuth, Generalbevollmächtigter der Vattenfall GmbH, erzählen.

Dies war auch für Senatorin Jutta Blankau Grund genug, sich deutlich gegen den Netzrückkauf zu positionieren - bei einem klaren Bekenntnis zur zügigen Umsetzung der Energiewende. Auch Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur bestätigte, dass für das Gelingen der Energiewende der Netzrückkauf nicht notwendig sei.

Was passiert aber nach einem erfolgreichen Volksentscheid? Walter Scheuerl zeigte die Schwierigkeiten durch das Auseinanderfallen von Netzeigentum und Konzessionsvergabe auf und erklärte zudem die Anforderungen des Wahlverfahrens. Insofern war die Podiumsdiskussion eine umfassend informative, spannende und durch das Bufett auf dem Panoramadeck dese Emporio Tower auch gesellige Veranstaltung. Die beiden Schulklassen, die der Landesverband eingeladen hatte, nahmen die Gelegenheit zu Gesprächen mit den Podiumsteilnehmern interessiert und engagiert wahr.


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