10. Juli 2014
Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern: Besuch in einer eigenen Kleinstadt
Der Wirtschaftsrat besucht das weitläufige Gelände der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern im Kapiteltal
Auf Einladung des Sprechers der Sektion Kaiserslautern/ Südwestpfalz Horst Peschla informierte sich der Wirtschaftsrat über die Arbeit Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK). Ihr Vorstandsvorsitzender Jan B. Deubig begrüßte den Wirtschaftsrat zunächst in den höher gelegenen Büroräumlichkeiten, die bereits Einblicke in die Arbeit der ZAK im Kapiteltal gaben.
Bei der Betriebsbegehung: Horst Peschla (Mitte) und Jan Deubig (rechts neben ihm). (Foto: Wirtschaftsrat)

In seinen einleitenden Worten verwies Jan B.Deubig, Vorstandsvorsitzender ZAK, auf die vielfältigen Arbeitsfelder der ZAK: Nicht das bloße Deponieren sei das Ziel, sondern im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) den Abfall ressourceneffizient zu verarbeiten und zu recyceln.

 

Die ZAK ist bemüht, so viel wie möglich aus dem behandelten Abfall zurück an den Verbraucher zu geben. Dies geschieht beispielsweise als Energie- und Stromerzeuger oder Lieferant für Düngemittel, um nur zwei ihrer vielfältigen Arbeitsweisen herauszugreifen. Der Strom wird durch ein Biomasseheizkraftwerk, drei Windenergieanlagen sowie zwei Rapsöl-Blockheizkraftwerke erzeugt. Gemeinsam speisen diese Anlagen etwa 22 GWh in das öffentliche Netz ein. Dies entspricht rund 6.000 Haushalten.Aktuell arbeiten etwa 105 Mitarbeiter in der ZAK, die auf verschiedenen Art für die Behandlung, Verwertung und Beseitigung der Abfälle von etwa 250.000 Menschen in der Stadt und dem Landkreis Kaiserslautern verantwortlich sind. Derzeit vergrößert sich die Anlage durch ein neues Deponieprojekt, zur Entsorgung von Mineralabfällen, die den größten Teil der anfallenden Abfälle ausmachen.Deubig betonte mehrfach seinen besonderen Wunsch, die Abfallwirtschaft unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes ständig zu verbessern. Dies spiegelt sich auch im Firmenmotto ‚Sicher. Ökologisch. Effizient.‘ wider.


Es folgte eine Betriebsbesichtigung. In Minibussen war es möglich, einen guten Überblick über die verschiedenen Stationen der Abfallwirtschaft auf dem weitläufigen Gelände zu bekommen, der Diskussionen über die Zukunft der Abfallwirtschaft auslöste.