09. Juni 2010
Wirtschaftstag 2010
„Aufbruch aus der Krise: Wachsen, Konsolidieren, Erneuern“
Impressionen
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Deutschland steht vor gewaltigen Aufgaben. Tiefgreifende technologische Umbrüche stellen unsere traditionellen Kernkompetenzen und Industrien zunehmend in Frage. Gleichzeitig hat die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise die öffentlichen Haushalte an die Grenzen ihrer Finanzierungsmöglichkeiten geführt. Doch die Ursache der massiven Verschuldung liegt nicht allein bei der Finanzkrise. Vielmehr sind die Staatsausgaben in fast allen westlichen Ländern über die Sozialausgaben außer Kontrolle geraten.

In Deutschland reichen die gesamten Steuereinnahmen des Bundes nicht mehr aus, um die Sozialkosten und die Zinsen auf die Bundesschulden zu zahlen. Der Handlungsspielraum für wichtige Zukunftsausgaben, wie Bildung, Forschung und eine moderne Infrastruktur geht damit verloren. Die weiter steigenden Schulden müssen von unseren Kindern irgendwann einmal zurückgezahlt werden. Damit wird der Zusammenhalt der Generationen erheblich gefährdet.

Nicht die Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft, sonden ihre Weiterentwicklung ist der Schlüssel, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen und die Kehrtwende zu einem nachhaltigen Aufschwung zu erreichen. Umso wichtiger ist es, mit der bevormundenden Versorgungsmentalität zu brechen und den Bürgern das Rüstzeug zu geben, aus eigener Kraft die Chancen der Erneuerung zu meistern. Hierfür tragen Wirtschaft und Politik gemeinsame Verantwortung.

Präsidium und Bundesvorstand haben den Wirtschaftstag 2010 deshalb unter das Leitthema gestellt:

"Aufbruch aus der Krise: Wachsen, Konsolidieren, Erneuern"


Zur Eröffnung des Wirtschaftstages sprach der Bundesminister für Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble MdB. Daran schlossen sich die Vorträge des Finanzministers von Singapur, Tharman Shanmugaratnam, sowie des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg MdB, an.

Den Höhepunkt der Abendveranstaltung bildete die Grundsatzrede der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel MdB. In Anwesenheit der Bundeskanzlerin und des Bundesministers für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel MdB, wurde der Präsident der Weltbank, Robert B. Zoellick, vom Wirtschaftsrat für seine Verdienste um die Festigung der Sozialen Marktwirtschaft mit der Ludwig-Erhard-Gedenkmünze in Gold ausgezeichnet.