01. März 2017
Wirtschaftsrat zu Gast beim Politischen Aschermittwoch
„Thüringen besser machen – ohne Ideologie und ohne Scheuklappen“

Mit rund 60 Mitgliedern war der Wirtschaftsrat Thüringen als eine der zahlenmäßig größten Besuchergruppen beim 25. Politischen Aschermittwoch der Thüringer CDU vertreten. Zum traditionellen Heringsessen und bei bester Stimmung sprachen Mike Mohring, Landesvorsitzender der CDU Thüringen, Dr. Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident a.D., sowie Prof. Dr. Bernhard Vogel, Thüringer Ministerpräsident a.D., in der ausverkauften Festhalle der Vereinsbrauerei Apolda.

„Wir wollen Thüringen besser machen – ohne Ideologie und ohne Scheuklappen“, schwor Mohring den Festsaal als Oppositionsführer in Thüringen und mit Blick auf das Bundestagswahljahr 2017 ein. Thüringen erlebe pures Chaos bei der Gebietsreform und die vollständige Missachtung des Bürgerwillens: „Nein zur Zwangsfusion – Ja zur Freiwilligkeit“, verdeutlichte Mohring und mahnte, dass Weimar und Gera kreisfrei bleiben müssten. Die CDU werde der Linksregierung weiterhin Druck machen, denn die Thüringer Landesregierung sei von Ideologie getrieben – ein Regierungswechsel dringend geboten.

Mohring dankte abschließend der CDU auf Bundesebene. Dass es diesem Deutschland heute so gut geht, sei vor allem ein Verdienst langjähriger CDU-Politik. Gleichzeitig mahnte er aber auch zur Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien: „Eine Situation wie im Herbst 2015 darf sich nicht wiederholen“, so Mohring.

Diesen Appell unterstrich auch Dr. Stoiber und rückte vor allem die Bundes- und Europapolitik sowie die veränderte weltpolitische Lage in den Fokus seiner Rede. „Europa muss sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren“, so Stoiber. „Schnullerketten-Verordnungen binden teilweise Ressourcen, welche für die großen Herausforderungen unserer Zeit viel dringender gebraucht werden.“ So müsse das wichtige Thema Sicherheit endlich von nationalen auf europäische Füße gestellt werden. Die EU-Außengrenzen müssten verlässlich durch eine europäische Polizei geschützt sein, andernfalls gefährde man zusehends die Offenheit der Binnengrenzen. Angesichts der anstehenden Wahlen forderte Dr. Stoiber seine Parteifreunde auf „alle Menschen in diesem Land mitzunehmen“. „Jetzt geht es ums Ganze“, beschwor er den applaudierenden Festsaal.

„Es ist Angela Merkel zu verdanken, dass es Deutschland heute so gut geht“, leitete Prof. Dr. Vogel seine Rede ein, bevor er die politische Gegnerschaft scharf kritisierte. „Es muss jedem das Messer aufgehen, wenn die Nachfahren der SED wieder in der Bundesregierung sitzen sollen“, mahnte Prof. Dr. Vogel in Richtung der politischen Linken und entgegnete den Populisten von rechts: „Nicht das Holocaust-Mahnmal in Berlin ist ein Denkmal der Schande, sondern Herr Höcke ist ein Denkmal der Schande.“

Unter Standing Ovations endete damit der politische Teil des Abends. Mike Mohring dankte noch einmal allen Besuchern, Helfern und Unterstützern des Politischen Aschermittwochs, welcher mit Singen des Deutschlandliedes feierlich beschlossen wurde.

Stammtisch des Wirtschaftsrates zum Politischen Aschermittwoch
Foto WR. Teil der Tafel des WR Stammtisches
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Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
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