16. November 2017
Wirtschaftsrat warnt vor Schnellschüssen in der Klimapolitik
Wolfgang Steiger: Überstürztes Abschalten von Kohlekraftwerken ist klimapolitische Augenwischerei

Der Wirtschaftsrat warnt heute in der Neuer Osnabrücker Zeitung die Jamaika-Sondierer vor Schnellschüssen bei der Kohleverstromung auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit am Industriestandort Deutschland. „Es mag schön sein, wenn wir auf der Klimakonferenz als Vorreiter gelobt werden. Dennoch bleibt es klimapolitische Augenwischerei, wenn wir durch die überstürzte Abschaltung von Kohlekraftwerken bei Windflaute noch mehr  Kohle-Strom aus Polen und Atom-Strom aus Frankreichs zu überteuerten Preisen einkaufen müssen. Würden 20 Kohlekraftwerke abgeschaltet, wie von den Grünen gefordert, dann wäre die Versorgungssicherheit hochgradig gefährdet und die Emissionen nicht eingespart, sondern lediglich in die europäischen Nachbarländer verschoben. Groteske Kehrseite dessen: Bei zu starkem Wind verschenken unseren Überschuss an die Nachbarn. Bezahlen müssen dies die Verbraucher mit den Strompreisen, die mit zu den höchsten Europas zählen“, betont Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Fakt ist, dass Deutschland heute mit 54 Prozent die mit Abstand höchsten Staatslasten beim Strompreis für Verbraucher in Europa aufweist. Und ein Ende scheint noch nicht erreicht, denn trotz steigendem Erneuerbaren-Anteil sind wir noch weit von den gesteckten nationalen Klimazielen entfernt. Ein Grund hierfür findet sich in der Historie der Energiewende. Denn die nationalen Ziele zur Einsparung von Kohlenstoffdioxid wurden formuliert, bevor 2011 der Atomausstieg beschlossen wurde. Die mit dem Abschalten der Atomkraftwerke wegfallenden kohlenstoffdioxidfreien Erzeugungskapazitäten mussten kompensiert werden, insbesondere bei dem konjunkturell bedingten, steigenden Strombedarf der letzten Jahre.

 

Lesen Sie den Beitrag in der Neuen Osnabrücker Zeitung unter diesem Link.

 

Lesen Sie eine umfassendere Kolumne zum Thema von Wolfgang Steiger in der Fuldaer Zeitung unter diesem Link.

 

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