13. Mai 2016
Wirtschaftsrat unterstützt Einigung auf Flexi-Rente
Wolfgang Steiger: Anreize für einen flexibleren, späteren Renteneintrittwerden geschaffen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. begrüßt die Einigung der Großen Koalition zur Flexi-Rente. “Wir fordern seit langem, dass der falschen Weichenstellung „Rente mit 63“ so rasch wie möglich eine echte Flexi-Rente entgegengesetzt werden muss, die einen späteren Renteneintritt erleichtert. Nachdem bereits durchgesetzt wurde, dass Arbeitnehmer jenseits der Regelaltersgrenze künftig befristet beim bisherigen Arbeitgeber weiterbeschäftigt werden können, ist nun endlich auch die vom Wirtschaftsrat energisch angemahnte Abschaffung der Strafabgabe für erwerbstätige Senioren von der Großen Koalition beschlossen worden“, sagt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats. 

Bisher müssen für Erwerbstätige jenseits der Regelaltersgrenze Arbeitslosen- und Rentenbeiträge gezahlt werden, die keinerlei Ansprüche begründen. Die Spitzen von Union und SPD haben sich nun darauf geeinigt, diesen Missstand zu beseitigen:

 

  • Jenseits der Regelaltersgrenze wird der Arbeitslosenversicherungsbeitrag, den Arbeitgeber bisher zu zahlen haben, wegfallen.

 

  • Die Rentenversicherungsbeiträge der Arbeitgeber werden künftig auch jenseits der Regelaltersgrenze zusätzliche Rentenansprüche für ihre Angestellten begründen, wenn die Arbeitnehmer freiwillig ebenfalls die regulärenRentenbeiträge leisten.

 

„Die geplanten Schritte setzen wichtige Impulse, reichen jedoch angesichts der Bevölkerungsalterung längst nicht aus, um unsere umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme auf eine solide Grundlage zu stellen. Erforderlich ist die Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, wie es neben dem Wirtschaftsrat auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gefordert hat. Zudem führt an einer Stärkung der eigenverantwortlichen, auf Vorsorge basierenden Alterssicherung kein Weg vorbei. Gleichzeitig muss künftig ein säulenübergreifendes Informationssystem jedem Bürger transparent aufzeigen, wie lange er für einen auskömmlichen Lebensabend arbeiten und wie viel er eigenverantwortlich ansparen muss“, unterstreicht Wolfang Steiger. 

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