10. Juni 2020
Wirtschaftsrat Sachsen dringt auf Schulöffnung im uneingeschränkten Regelbetrieb
Dr. Heidrun Steinbach: Eltern ist mit verlässlicher Kinderbetreuung mehr als mit Einmalzahlungen gedient
Dr.-Ing. habil. Heidrun Steinbach, Vorsitzende der sächsischen Landesfachkommission Forschung, Bildung und Innovation im Wirtschaftsrat Deutschland dringt auf schnellstmögliche Rückkehr zum uneingeschränkten Regelbetrieb in allen Schulstufen und in den Kindertagesstätten, um Eltern zu entlasten.

„Eltern ist mit verlässlicher Kinderbetreuung mehr als mit Einmalzahlungen gedient“, sagte Dr. Heidrun Steinbach. „Eltern mit schulpflichtigen Kindern ebenso wie mit Kindern in den Kitas haben in den letzten Wochen eine schwere Last bewältigt. Ihnen fehlt offenbar eine starke Interessenvertretung.“

 

Besonders schwierig sei die Situation für Alleinerziehende oder Doppelverdiener, die auf ihren Rücken die - anfangs notwendigen - Maßnahmen in Schulen und Kitas zu tragen haben. Im Freistaat gilt seit dem 18. Mai 2020 der eingeschränkte Regelbetrieb. Seit dem 6. Juni 2020 öffnen Kitas und Grundschulen im Freistaat für alle Kinder. Eine echte Entlastung böten jedoch auch diese, seit 6. Juni und bis zum 29. Juni 2020 geltenden, Flexibilisierungen des eingeschränkten Regelbetriebes nicht. Neben der Doppelbelastung aus Homeoffice und Homeschooling seien vielfach auch die digitalen Möglichkeiten und die Erreichbarkeit eine Herausforderung. Daher betonte Fachkommissionsvorsitzende Dr. Heidrun Steinbach: „Das Wichtigste ist eine zügigere Rückkehr zum normalen Alltag in Schulen und Kindergärten, deren Hinterherhinken hinter anderen gesellschaftlichen Bereichen immer weniger glaubwürdig vermittelbar ist. Es darf nicht jeder bedauerliche Einzelausbruch, der die Statistik verreißt, als Anlass genommen werden, Zweifel an einer generellen Rückkehr zu geregelten Verhältnissen zu säen. Für erneute flächendeckende Schließungen gibt es keine Akzeptanz mehr.“

Dauerhafte Kita- und Schulschließungen erschweren die Rückkehr der gesamten Volkswirtschaft zur Normalität. Deshalb fordert Wirtschaftsratsexpertin Dr. Heidrun Steinbach im Namen von Eltern, Wirtschaft und Gesellschaft: „Wir brauchen ein schlüssiges Konzept für die Schulen und Kitas nach den Sommerferien. Dafür müssen die nächsten Wochen dringend genutzt werden. Auch für schulische Einrichtungen gibt es geeignete Maßnahmen für Hygiene und Gesundheitsschutz, wie sie andernorts längst angewandt werden. Bisher hangeln sich Millionen Eltern bis zu den Sommerferien, hegen jedoch sehr große Sorgen für die Zeit danach.“ Es müsse schon heute klar sein: Auch wenn im Herbst immer noch kein Impfstoff vorhanden ist, können nicht einfach wieder flächendeckend Schließungen von Schulen und Kitas verfügt werden.

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Landesgeschäftsführer
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