26. September 2016
Nahles Vorstoß gegen Erbschaftsteuerkompromiss offenbart mangelnde Durchsetzungskraft Gabriels
Wolfgang Steiger: Politische Berechenbarkeit ist höchstes Gut in der Wirtschaftspolitik - SPD steuert in linkspopulistischen Neid-Wahlkampf

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. warnt die SPD davor, wieder mit Forderungen nach Steuern auf die Substanz von Familienunternehmen in den Bundeswahlkampf zu ziehen. "Der Kompromiss zur Erbschaftsteuer war ein mühsames Stück Arbeit nach einer langen Phase der Unsicherheit. Ein solches Hü und Hott kann die Politik den Hunderttausenden von Familienbetrieben in Deutschland nicht im Jahresrhythmus auferlegen. Der Vorstoß von Frau Nahles gegen mühsamen Verhandlungsabschluss ihres Parteichefs offenbart seine mangelnde Durchsetzungskraft. Alle Zeichen deuten darauf, dass die SPD wieder in einen linkspopulistischen Neid-Wahlkampf steuert", befürchtet Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Grundsätzlich offenbaren die Aussagen von Frau Nahles tiefsitzende linke Missverständnisse unserer Wirtschaft. Familienunternehmen denken im Gegensatz zu weiten Teilen der Politik in Generationen. Entsprechend nachhaltig wirtschaften sie zum großen Vorteil ihrer Beschäftigten und unserer gesamten Volkswirtschaft.

"Vor allem deshalb ist Deutschland wesentlich stärker aus der Finanzkrise hervorgegangen. Je mehr Unternehmensanteile aber wie Barvermögen bewertet und behandelt werden, umso stärker zwingt man Erben von Betrieben ihre Vermögen umzuschichten. Das war in der Vergangenheit in Ländern mit hoher Substanzbesteuerung durch Erbschaftsteuer oder Vermögensteuer wie Großbritannien zu beobachten. Manchmal denke ich, Nahles &  Co. wären mehr Erben lieber, die reine Geldvermögen verwalten und die Erlöse daraus in einem Luxusleben verjubeln, weil sie dann besser in ihr linkes Weltbild von den bösen Kapitalisten passen. Familienunternehmer sind aber die tragende Säule der Sozialen Marktwirtschaft und stehen für sozial verantwortliches Unternehmertum und viele Arbeitsplätze in Deutschland", unterstrich Wolfgang Steiger.     

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