02. August 2018
Wirtschaftsrat kritisiert Zustimmung zu dritter Griechenlandtranche
Welt und Frankfurter Allgemeine zitieren Wolfgang Steiger

„Griechenland hält sich einmal mehr nicht an die Absprachen“, zitierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung online Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. Der Wirtschaftsrat kritisiert den Beschluss des Haushaltsauschusses des Bundestages der letzten Tranche des Eurozonen-Rettungspakets für Griechenland zuzustimmen. „Auch wenn es ‚nur‘ um das Aufschieben um ein halbes Jahr von Mehrwertsteuerrabatten auf fünf Inseln geht. De facto wird mit der Zustimmung zur letzten Tranche des Rettungspakets nur ein weiteres Kapitel in der Verschleppung aufgeschlagen, zitierte Welt online Wolfgang Steiger. „Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sind schlechter als vor zehn Jahren.“

Die Realität ist: Athen gibt immer noch mehr Geld aus als es einnimmt. Der Kapitalstock schrumpft seit Jahren; dabei Griechenland nimmt weder Ersatz- noch Erweiterungsinvestitionen vor. Das Bankensystem des Landes kann gar kein Wachstum finanzieren, weil nahezu jeder zweite Kredit ausfallgefährdet ist. „Bei der Wirtschaft ist der Motor kaputt. Es gibt bisher keine Perspektive wie Griechenland aus dieser Situation herauswachsen könnte“, beklagt Wolfgang Steiger.

 

Damit Griechenland nicht am Dauertropf der Eurozone hängt, forderte der Wirtschaftsrat den Haushaltsausschuss im Bundestag, Bundesregierung und Europäische Union dazu auf, sich endlich einzugestehen, dass die jetzige Form zur Rettung Griechenlands gescheitert ist. „Es ist höchste Zeit für einen Neustart. Die bisherigen Hängepartien haben wir mit Milliarden Euro und einem massiven Vertrauensverlust in das europäische Projekt viel zu teuer erkauft, ohne dass eine Perspektive erkennbar ist. Was wir benötigen sind Wachstums- und Investitionsanreize“, forderte Wolfgang Steiger.

 

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