31. Juli 2018
Wirtschaftsrat in Fuldaer Zeitung: Integration Langzeitarbeitsloser wird falsch umgesetzt
Namensbeitrag von Wolfgang Steiger

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert in der Fuldaer Zeitung die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Integration von Langzeit-Arbeitslosen. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, sieht vor allem einen Haken in der geplanten Hundert-Prozent Subventionierung solcher Arbeitsplätze von mehr als einem Jahr: „Das wird zu unerwünschten Nebeneffekten führen. Gerade Langzeitarbeitslose sollten nicht in Jobs vermittelt werden, die sich nur deshalb tragen, weil die Arbeitsagentur in den ersten beiden Jahren 100 Prozent des Mindestlohns zuschießt. Dies würde unweigerlich dazu führen, dass zahlreiche Stellen nur eingerichtet werden, um öffentliche Fördergelder abzugreifen.“ 

Darüber hinaus kritisiert Wolfgang Steiger, dass im Gesetzentwurf der öffentliche Sektor und die Wohlfahrtsverbände als mögliche Empfänger der Lohnkostenzuschüsse genannt werden: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sich ineffiziente Trägerstrukturen bilden, die dauerhaft am Tropf des Staates hängen notfalls durch Drehtüreffekte, indem nach Ablauf von zwei Jahren die ursprünglich Geförderten durch neue Langzeitarbeitslose ersetzt werden, die dann erneut die 100-Prozent Lohn-Subventionierung erhalten“, mahnte Wolfgang Steiger.  Lohnzuschüsse können durchaus sinnvoll sein, aber als Übergangsinstrument. Arbeitskosten sollten nicht durch Steuergelder, sondern durch Produktivität am Markt erwirtschaftet werden. 

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