30. Juli 2013
Kohlekraftwerksblock Staudinger 1 als Kaltreserve zu nutzen
Wirtschaftsrat Main-Kinzig fordet Versorgungssicherheit an erste Stelle zu setzen
Die Energiewende liegt mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien im Plan. Dies ist eine positive Nachricht. Doch die Folge ist, dass immer mehr fossile Kraftwerke auch wegen fehlender Wirtschaftlichkeit vom Netz gehen.

Dies gefährdet die Versorgungssicherheit, insbesondere an kalten Wintertagen im süddeutschen Raum. In Süddeutschland gehen in den kommenden Jahren auch die meisten Kernkraftwerke vom Netz. Vor diesem Hintergrund bestätigte kürzlich die Bundesnetzagentur dem Kraftwerk Staudinger, auch dem Block 1, eine herausragende Bedeutung für die Versorgungssicherheit in Süddeutschland.

 

Sie fordert, den Kohlekraftwerksblock Staudinger 1 wieder als Kaltreserve zu nutzen. Gleichzeitig wies die Bundesnetzagentur darauf hin, dass Staudinger 1 als Notstromreserve nur ein paar Tage im Jahr benötigt wird.

 

Das hessische Umweltministerium behauptet, dass das Wiederanfahren des Kohlekraftwerksblocks Staudinger 1 juristisch nicht möglich sei. Das hessische Wirtschaftsministerium widerspricht dem.

 

Der energiepolitische Sprecher des Wirtschaftsrates der Sektion Main-Kinzig, Dr. Manfred Schroeder, fordert, den Kohlekraftwerksblock Staudinger 1 als Reserve für kalte Wintertage wieder ans Netz zu bringen, sollte dies juristisch möglich sein. Die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen sollten schnellstmöglich geprüft werden.

 

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Wegfall konventioneller Kraftwerkstechnik in den kommenden Jahren werden Stromausfälle wahrscheinlicher, insbesondere auch für Hessen. Mit Stromausfällen sind hohe gesundheitliche und volkswirtschaftliche Risiken verbunden. Die Versorgungssicherheit muss daher an erster Stelle stehen.

Kontakt
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Pressebeauftragter
Telefon: 0170/ 24 44 296

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