27. August 2010
Wirtschaftsrat: Auch die Erneuerbaren müssen sich rechnen
Der Wirtschaftsrat der CDU Saarland unterstützt den Ausbau der Erneuerbaren Energien, auch im Saarland. Wie Landesvorsitzender Wendelin von Boch gegenüber den saarländischen Medien erklärte, muss dabei auch der ökonomische Aspekt zum Tragen kommen. ,,Man kann nicht überall Windräder hinbauen, wo es genügend Wind gibt!", so Wendelin von Boch.

Schließlich müsse der Strom von den Windkraftanlagen ins öffentliche Netz transportiert werden. Leitungen kosteten aber viel Geld. Ganz abgesehen von dem wachsenden Widerstand in der Bevölkerung. Deshalb sei es sinnvoller, Windkraftanlagen kompakt aufzustellen, also immer mehrere zusammen zu errichten, um die Leitungskosten zu minimieren.
Im Saarland gebe es die Besonderheit, dass der hohe Industriebesatz mit großen Werken, beispielsweise der Stahl- und Autoindustrie, jederzeit große Strommengen erfordert. Das könnten die Erneuerbaren auf Jahrzehnte hinaus nicht leisten. Infolgedessen könne das Saarland auf Großkraftwerke vorerst nicht verzichten. Saarstahl-Chef Dr. Klaus Harste habe dies eindrucksvoll in der Saarbrücker Zeitung unterstrichen.

Deshalb setzt sich der Wirtschaftsrat Saarland dafür ein, den vorhandenen Kraftwerkepark zu erneuern oder ggf. ein neues Großkraftwerk zu bauen. Ob dabei auf Kohle oder Gas zurückgegriffen wird, müsse von den ökologischen Belastungen und der langfristig sicheren Verfügbarkeit des Brennstoffs sowie den Kosten abhängig gemacht werden, so von Boch.