19. Juni 2013
Wirtschaftsrat: 2400 Stellen weniger sind nur der erste Schritt
Der Wirtschaftsrat der CDU im Saarland begrüßt die Entscheidung der Großen Koalition, den Bestand an Mitarbeitern der öffentlichen Hand auf Landesebene bis 2020 um 2400 zu vermindern. Nach den Worten des Vorsitzenden des Wirtschaftsrates Saarland, Wolfgang Holzhauer, hat die Landesregierung aus CDU und SPD einen wichtigen Punkt ihres Regierungsprogramms umgesetzt.

Dass in die  Verhandlungen auch der DGB an der Saar mit einbezogen wurde, wird von Holzhauer ausdrücklich gut geheißen. Wörtlich: ,,Es ist guter saarländischer Stil, wichtige politische Entscheidungen auf breiter gesellschaftlicher Grundlage zu treffen!"

Die Verminderung um 2400 Stellen, ohne dass es dabei zu Entlassungen kommt, wird vom Wirtschaftsrat allerdings nur als erster Schritt verstanden. Auch wenn 2400 Mitarbeiter weniger im öffentlichen Dienst des Landes beschäftigt sein werden, wird die Anzahl an öffentlichen Bediensteten in der saarländischen Landesverwaltung immer noch deutlich überdurchschnittlich sein - im Vergleich mit anderen Bundesländern. Das Ziel müsse es aber sein, im Ländervergleich mit der Besetzung öffentlicher Stellen einen Mittelplatz zu erreichen.

Der Abbau um 2400 Stellen  bedeute, so Holzhauer weiter, nur, dass die Mitarbeiter, die in den letzten anderthalb Jahrzehnten zusätzlich eingestellt wurden, wieder wegfallen.

Wenn das Saarland wirklich seinen Haushalt sanieren und damit einen Beitrag zur Existenzsicherung des kleinen Bundeslandes leisten will, dann müssten mindestens 4000 Landesstellen wegfallen.

Die Existenzsicherung des Saarlandes werde jedoch nicht allein durch Stellenstreichungen zu erreichen sein. Vielmehr müsse die Landesverwaltung modernisiert und effektiver organisiert werden.

Kontakt
Joachim Prümm
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V.

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