30. März 2011
Wirtschaftspolitik in Südbaden - Innovationsantrieb oder Innovationsbremse?
Podiumsdiskussion mit den Kandidaten zur Landtagswahl 2011 und Firmenpräsentation der inomed Medizintechnik GmbH in Emmendingen.
Zum Thema „Wirtschaftspolitik in Südbaden -Innovationsantrieb oder Innovationsbremse?“ fanden sich Unternehmerinnen und Unternehmer der Sektion Freiburg-Emmendingen in den Räumen der inomed Medizintechnik GmbH in Emmendingen zu einer Podiumsdiskussion mit den Kandidaten zur Landtagswahl 2011 ein.
Foto: Wirtschaftsrat

Geschäftsführer Rudi Mattmüller stellte zur Begrüßung das Unternehmen vor: Die inomed Medizintechnik GmbH wurde 1991 von Rudi Mattmüller und Dieter Mussler in Teningen gegründet und ist im vergangenen Jahr nach Emmendingen umgezogen. Das Unternehmen entwickelt und produziert biomedizinische Instrumente und Geräte zur Diagnose und Therapie. inomed ist international aktiv und beschäftigt heute über 85 Mitarbeiter. Gemeinsam mit Ärzten und Anwendern entwickelt das Unternehmen neue Werkzeuge und Methoden in den Bereichen Intraoperatives Neuromonitoring, Neurochirurgie, Schmerztherapie und Neurologische Diagnostik und schafft mit innovativen Technologien Sicherheit für Ärzte und Patienten.

Foto: Wirtschaftsrat

Anschließend folgte die Podiumsdiskussion  "Wirtschaftspolitik in Südbaden - Innovationsantrieb oder Innovationsbremse?" mit Alexander Schoch, Bündnis 90/Die Grünen, Marcel Schwehr MdL, CDU, Landtagsabgeordneter im Landkreis Emmendingen, Sabine Wölfle, SPD und Hanns-Georg von Wolff, FDP.

 

Sabine Wölfle stellte das Konzept der SPD dar, wie gute Bildungspolitik in Baden-Württemberg künftig aussehen solle. Gleichzeitig sah sie Handlungsbedarf in der Gleichstellungspolitik, im Straßenbau und forderte mehr Forschung und Entwicklung, als auch eine stärkere Förderung für Existenzgründungen, etwa in Form von Kapitalfonds.

 

Marcel Schwehr zeigte auf, dass auch bereits bislang gute Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik gemacht wurde. Wachstumsziele und –märkte sah er unter anderem in den Bereichen Mobilität, Umwelttechnik & Ressourcen, in der Gesundheitswirtschaft sowie im Tourismus. 

Gerade der Klimawandel bringe im Bereich der Mobilität neue Chancen und Herausforderungen, so zum Beispiel im Bereich der neuen Techniken. Auch klassische Bereiche wie das Tourismusland Baden-Württemberg könnten durch eine einzelbetriebliche Förderung gestärkt und ausgebaut werden, sagte Schwehr.

Foto: Wirtschaftsrat

Auch steht der Landtagsabgeordnete für die bisherige solide Haushaltspolitik unter strikter Anwendung der Schuldenbremse. Kosten seien sozial zu verteilen und es dürfe nicht vergessen werden, dass die Schulden von heute, die Zinsen von morgen seien.

 

Alexander Schoch zeigte den sogenannten „Green New Deal“ auf, Konzepte für den massiven ökologischen Umbau der bisherigen Industriegesellschaft. Dem Klimaschutz wird hier die erste Priorität eingeräumt und alle künftig herzustellenden Produkte müssen zuerst auf ihre Nachhaltigkeit und Verwertbarkeit geprüft werden. So soll auch das Prinzip der Regionalität gestärkt und ausgebaut werden, was auf der „3-RE-These“ beruht: Regionalität, Recycling, Regenerative Energien“ fußt.

 

Hanns-Georg von Wolff bekräftigte den „Motor FDP“ mit einem eindeutigen „Herz fürs Wirtschaften und für das freie Unternehmertum“. Forschung und Innovation sollten auf dem gleichen hohen Niveau wie bisher gefördert werden. Er führte unter anderen die Innovationsgutscheine ins Feld. Vor allem bei kleineren Betrieben müsse die Forschungsinfrastruktur weiter gefördert werden, und eine insgesamt gute Politik für den Kreis, für ein starkes Südbaden, in einem starken Baden-Württemberg gemacht werden.