20. März 2014
Wirtschaftsminister Hartmut Möllring diskutiert mit Unternehmern im Wirtschaftsrat
Innovationsstrategie des Landes stellt Gesundheitswirtschaft in den Mittelpunkt
„Perspektiven der Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt und die Möglichkeiten einer Vernetzung und Bündelung" loten die Unternehmer im Wirtschaftsrat der CDU e.V. gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts, Hartmut Möllring, aus.

Jens Hennicke, Vorsitzender der Fachkommission Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsrates und Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse in Sachsen-Anhalt betonte, dass es bereits heute in der Gesundheitswirtschaft etwa 130.000 Beschäftigte gebe – das entspräche einem Anteil von 17,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im Land – Tendenz steigend. Die Gesundheitswirtschaft sei ein stark wachsender Sektor im Land. Mit dem demografischen Wandel werde dieser Bereich weiter an Bedeutung gewinnen. „Die guten Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt sollten dazu genutzt werden, im Gesundheitssektor eine Vorreiterrolle anzustreben. Einzelne Akteure werden hier perspektivisch nicht zum Erfolg kommen. Deshalb brauchen wir die Vernetzung und Koordination dieses Bereiches, damit Sachsen-Anhalt wettbewerbsfähig bleiben kann.“ Die Gesundheitsbranche sei angesichts des demographischen Wandels die absolute Boombranche. Es gelte nun aber auch Antworten zu finden auf die negativen Auswirkungen dieses Wandels, wie etwa den Mangel an Fachkräften.

„Wir haben in Sachsen-Anhalt in vielen Bereichen der Gesundheitswirtschaft gute Chancen am langfristigen Wachstum dieser Querschnittsbranche teilzuhaben. Voraussetzung dafür ist vor allem die intensive Zusammenarbeit der vielen unterschiedlichen Akteure“, sagte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring. Forschungseinrichtungen, Hersteller von Medizinprodukten, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Dienstleister und andere müssten sich noch stärker vernetzen. „Dies ist auch eine der Kernaussagen der neuen Regionalen Innovationsstrategie unseres Landes. Hier wird der Bereich ‚Gesundheit und Medizin‘ als einer von insgesamt fünf Wachstumsmärkten der Zukunft identifiziert“, sagte Möllring. Ziel der Landesregierung sei es, die Potentiale von Wirtschaft und Wissenschaft für dieses Wachstumsfeld in der neuen EU-Strukturfonds­Periode von 2014 bis 2020 gezielt zu stärken. Dabei verweise die neue Innovationsstrategie des Landes im Bereich der Medizin vor allem auf die gute Forschungsinfrastruktur in Sachsen-Anhalt. Doch Förderung von Forschung sei nicht alles, so Möllring. „Es führt kein Weg daran vorbei: Gute Forschungsergebnisse müssen noch schneller und noch systematischer in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umgemünzt werden“, ist der Wirtschaftsminister überzeugt.

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