30. März 2017
Wirtschaft braucht Vorfahrt
Wirtschaftrat Nordrhein-Westfalen stellt Positionspapier vor

Klar und deutlich positioniert sich der Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen der CDU e.V. zur anstehenden Landtagswahl. „Die Zeit der Stoppschilder und Restriktionen für eine notwendige wirtschaftliche Entwicklung in NRW muss beendet werden. Die Wirtschaft in unserem Land braucht wieder Vorfahrt, damit NRW nicht gänzlich den Anschluss an die Entwicklung der südlichen Bundesländer verliert“, stellte Paul Bauwens-Adenauer, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates, bei der Präsentation des Positionspapiers des Unternehmerverbandes in der Landeshauptstadt fest.


Bereits seit Jahren halte ein schleichender wirtschaftlicher Abschwung an. Dies bedeute konkret, dass das Wirtschaftswachstum schwächer als in Baden-Württemberg und Bayern sei. „Wir müssen nicht auf Platz, sondern auf Sieg setzen. NRW muss wieder an die Pole-Position. Noch haben wir das Potential, wieder an die Spitze zurückzufinden. Doch die Chancen verringert sich von Jahr zu Jahr.“ 


Die aktuelle politische Diskussion lenke die Schwerpunkte in eine ganz andere Richtung bedauerte der Landesvorsitzende. So werden angebliche Gerechtigkeitslücken ausgemacht, die es zu schließen gelte. Die wichtigere Frage, wie nachfolgende Generationen Wohlstand auch für sich erarbeiten können, werde ausgeblendet. Dabei stehe Nordrhein-Westfalen an einem Scheideweg. „Heute wird über die Zukunft, über Erfolg, über Wohlstand, über Arbeit entschieden. Wir müssen die Weichen für die Wirtschaft 4.0 richtig stellen.“


In seinen wirtschaftspolitischen Leitlinien für die kommende Wahlperiode fixiert der Unternehmerverband seine Vorstellung für eine künftige Landespolitik. Dabei setzt er auf sechs Schwerpunkte: 

1. Einem klares Bekenntnis zum Industrieland sowie zur Sozialen Marktwirtschaft.

 

2. Die Stärkung des Mittelstandes, der nicht nur Motor für Innovationen, sondern auch Jobmotor ist. Der wirtschafts-, umwelt- und sozialpolitische Regulierungswahn muss beendet werden! 

 

3. Den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, aber auch der digitalen Vernetzung, um die Weichen für die Wirtschaft 4.0 richtig zu stellen, auch und insbesondere im ländlichen Raum. 

 

4. Die besondere Bedeutung der Energiewirtschaft für das Land sowohl im produzierenden wie auch verbrauchenden Bereich. Klima- und Umweltschutz ist nur mit, nicht gegen die Wirtschaft möglich. 

 

5. NRW muss endlich seine Haushaltsprobleme lösen. Der Wirtschaftsrat fordert eine Schuldenbremse in der Landesverfassung. 

 

6. Die Frage der Bildung entscheidet über die Zukunftsfähigkeit eines Wirtschaftsstandortes. Daher bedarf es hier einer Neuaufstellung mit einem deutlichen Schwerpunkt im Bereich des digitalen Lernens.

Kontakt
Manfred Ringmaier Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Nordrhein-Westfalen
Telefon 02 11-68 85 55-0 Telefax 02 11-68 85 55-77