22. März 2011
„Wir müssen Nähe zeigen!“
Die Sektion Ulm/Ehingen/Biberach des Wirtschaftsrates in hitziger Debatte mit den Landtagsabgeordneten Peter Schneider MdL und Karl Traub MdL
„Der Austausch zwischen politischem und wirtschaftlichem Führungspersonal ist von großer Bedeutung. Wir müssen Nähe zeigen!“, mit diesen Worten leitete Dr. Burkhard Jaeger, Sprecher der Sektion Ulm/Ehingen/Biberach, das wirtschaftspolitische Gespräch ein. In großer Runde diskutierten die Mitglieder des Wirtschaftsrates zu Gast beim Vorstandsmitglied Manfred Franz Tries mit den Abgeordneten Karl Traub MdL und Peter Schneider MdL.
v.l.n.r.: Manfred M. Tries, Dr. Burkhard Jaeger Foto: Wirtschaftsrat

In seinem Eingangsstatement schilderte Peter Schneider MdL die Entwicklung der Konjunktur und die damit verbundene Haushaltslage der letzten Jahre. Er betonte dabei, dass die Märkte immer mehr auch die Liquidität von Staaten ins Visier nehmen.

 

Karl Traub MdL ging auf die Entwicklung des Ländlichen Raumes und der Bildungspolitik ein. Dabei lobte er die Firma Tries GmbH & Co. KG als Leuchtturm bezüglich der Bereiche Bildung und Ausbildung.

v.l.n.r.: Karl Traub MdL, Manfred M. Tries, Dr. Burkhard Jaeger, Peter Schneider MdL, Prof. Dr. Alfred Katz Foto: Wirtschaftsrat

In der Diskussion wurde neben den Themen Fachkräftemangel, Nullverschuldung, Stuttgart 21 und EnBW insbesondere die Thematik Kernenergie aufgegriffen. Bezogen auf die Entwick-lungen um Stuttgart 21 und die aktuelle Debatte zur Kernenergie betonten die Mitglieder des Wirtschaftsrates, dass die Kommunikation mit dem Bürger von großer Bedeutung sei. In einer hitzigen Diskussion stellte Konrad Mezger, Vorstand der Sektion, heraus: „Es muss jetzt merkbar einen Ruck geben. Die Bevölkerung muss ins Boot geholt werden.“ Auch Rainer Gerke unterstützte diese Forderung, die Kommunikation mit dem Bürger bezeichnete er als „enorm wichtig“, man müsse dabei auch klar aufzeigen, welche Fehler der politische Gegner gemacht habe.

Foto: Wirtschaftsrat

In seinem Schlusswort unterstrich Dr. Jaeger, dass gerade durch die immer stärkere Nutzung der neuen Medien ein Umdenken und eine Anpassung auch der Parteien an die neuen Informationsmöglichkeiten dringend geboten sei: „Wir verschlafen sonst gesellschaftliche Trends und Themen!“