30. Mai 2011
Wider den Egoismus – Soziale Marktwirtschaft und Gemeinsinn
Die Sektion Ulm/Ehingen/Biberach des Wirtschaftsrates diskutiert in Ulm dem Wahlkreis Ludwig Erhards, mit Ministerpräsident Peter Müller (Saarland)
Hohen Besuch aus dem Saarland durfte die Sektion Ulm/Ehingen/Biberach des Wirtschaftsrates empfangen: Ministerpräsident Peter Müller folgte der Einladung der Sektion und besuchte den Wahlkreis Ludwig Erhards, um dort mit den Mitgliedern über die Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft zu diskutieren.
v.r.n.l. Ministerpräsident Peter Müller, Dr. Burkhard Jaeger, Frank Straub

„Wer regiert verliert“, mit diesen Worten fasste Müller seine Beobachtung zur “seltsamen Befindlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland“ zusammen: Obwohl der wirtschaftliche Aufschwung und der rasche Weg aus der Krise allen Grund zur Zufriedenheit gäben, sinke die Zufriedenheit mit dem politischen System und die Zustimmung zu den Verantwortungsträgern immer weiter. „Das ist bedenklich für die Stabilität und die Zukunftsfähigkeit unseres Systems.“, führte er weiter aus. „Wirtschaft und Politik müssen in Deutschland wieder enger zusammenrücken“, so Müller. Dieser Forderung schloss sich auch Dr. Burkhard Jaeger, Sprecher der Sektion Ulm/Ehingen/Biberach an. „Die Soziale Marktwirtschaft als Grundordnung ist in Gefahr, das sieht man nicht nur an den Akzeptanzwerten in den Neuen Bundesländern. Es ist unsere Aufgabe, darauf hinzuweisen und zu erklären, was Ordnungspolitik bedeutet und leisten kann.“, betonte Jaeger.

Ministerpräsident Peter Müller

„Wir brauchen die Vorbildfunktion der Eliten. Das sage ich jetzt ganz bewusst hier vor den Mitgliedern des Wirtschafsrates.“, appellierte Müller. Er rief dazu auf, sich auf die Prinzipien zu konzentrieren, die Deutschland stark gemacht hätten: „Wettbewerb und Gerechtigkeit, Freiheit und Verantwortung.“ Dr. Burkhard Jaeger hob hervor: „Soziale Marktwirtschaft kann und soll nur eine Grobsteuerung sein. Gerechtigkeit und Moral liegen in der Qualität der Spielregeln. gesellschaftspolitische Veränderungen bedürfen einer Anpassung in Form neuer Spielregeln.“

das vollbesetzte Ulmer Stadthaus

Als Stimme der Sozialen Marktwirtschaft vertritt der Wirtschaftsrates der CDU e.V. die Interessen von rund 12.000 Mitgliedern in Deutschland und Europa. Die Sektion Ulm/Ehingen/Biberach des Wirtschaftsrates setzt sich –gerade vor den aktuell schwindenden Akzeptanzwerten- intensiv mit der Thematik der Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft auseinander und diskutiert dazu mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.