24. Mai 2011
Auf der heutigen Jahres-Pressekonferenz des Wirtschaftsrates der CDU e.V. bezieht Präsident Prof. Dr. Kurt J. Lauk Stellung zu den Themen Energiepolitik und EU-Schuldenkrise und stellt die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage mit rund 2.500 Teilnehmern vor. Lauk erklärt:
Wer „A“ wie Abschalten sagt, muss auch „B“ wie Beschleunigen sagen
Die Bundesregierung kann die Herkulesaufgabe der dritten Energiewende unmöglich allein stemmen. Das Projekt hat das Format der „Gemeinschaftsaufgabe Deutsche Einheit“ nach dem Fall der Mauer. Für den dringend notwendigen Ausbau von Netzen und Speichern zur Integration des Öko-Stroms ist die Bundesregierung auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen. Notwendig sind ein gemeinsamer Kraftakt von Bund, Ländern, Kommunen und Unternehmen sowie die Zustimmung der Bürger.

Es muss allen Beteiligten klar sein: Wer „A“ wie Abschalten sagt, muss auch „B“ wie Beschleunigen zum Ausbau der Infrastruktur sagen. Das gilt insbesondere für die Grünen. Die Bevölkerung darf nicht länger darauf hereinfallen, dass Politiker in Berlin mit schlankem Fuß den Tempo-Ausstieg aus der Kernenergie fordern und in der Provinz in Gummistiefeln gegen Strommasten demonstrieren. Es muss Schluss sein mit der Doppelzüngigkeit in unserem Land nach immer gleichem Muster: Für 100 Prozent erneuerbare Energien, aber gegen Leitungstrassen, Windräder und Speicher. Für die Stärkung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs, aber gegen den Bau moderner Bahnhöfe. Für CO2-Reduzierung, aber gegen klimafreundliche Technologien wie CCS. Erleben wir „Stuttgart 21“ an jeder regionalen Baustelle, wird nicht nur die Politik Schiffbruch erleiden, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. ist Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft und vertritt die Interessen von rund 12.000 Unternehmen und Unternehmern in Deutschland und Europa.

 

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