21. Mai 2014
Jungendarbeitslosigkeit: Vorübergehend in einem EU-Nachbarland ausbilden lassen und arbeiten
Im Vorfeld der Großveranstaltung von "europatriates" zum Thema Jugendarbeitslosigkeit vom 23. bis 25. Juni in Saarbrücken informierte Dr. Christian Ege, früherer Staatssekretär im saarländischen Wirtschaftsministerium unter Dr. Hanspeter Georgi, den Wirtschaftsrat Saarland über die Möglichkeiten, die Arbeitslosigkeit von jungen Menschen im Euroraum gezielt zu bekämpfen.
Staatssekretär a.D. Dr. Christian Ege beim Wirtschaftsrat

Erschwert werde das Problem noch dadurch, dass die Arbeitslosigkeit in den EU-Ländern sehr unterschiedlich hoch sei. Insgesamt, so Ege, seien derzeit 5,5 Millionen Jugendliche in Europa ohne Arbeit. In Griechenland liege die Quote über 50 Prozent, in Frankreich bei bis zu 25 Prozent - je nach Region. In Deutschland hingegen läge der Anteil der Arbeitslosen unter den Jugendlichen deutlich unter zehn Prozent. Daraus ergebe sich die Chance, Ausbildung und Beschäftigung temporär in einem Nachbarland durchzuführen. In Ostlothringen und im Saarland ergäben sich ebenfalls Möglichkeiten des grenzüberschreitenden Austauschs.

Insgesamt sollten die Maßnahmen, die in den verschiedenen europäischen Ländern ergriffen werden, auf ihre Tauglichkeit auch in anderen EU-Staaten überprüft werden. Manche gute Idee, etwa aus Spanien, könne auch Vorbild für Programme in Deutschland haben - und umgekehrt. Die Leitung der Veranstaltung in Saarbrücken übernahm der Vorsitzende des Wirtschaftsrates der CDU e.V. Saarland, Wolfgang Holzhauer.