28. Mai 2014
Vom großen europäischen Markt hat der Mittelstand profitiert
Dr. Markus Pieper MdEP vor Münsteraner Wirtschaftsrat
Der Terminkalender von Dr. MarkusPiepe ist eng getaktet. Entsprechend froh und zufrieden war die Sektion Münster des Wirtschaftsrates, dass Dr. Pieper sich am Montag die Zeit nahm, um über seine europapolitischen Vorstellungen zu sprechen. Sektionssprecher Dr. Friedrich Helmert konnte zahlreiche Zuhörer begrüßen.
v.l.n.r.: RA Fritz R. Greis, Dr. Markus Pieper MdEP, Dr. Friedrich Helmert, Sprecher der Sektion Münster (Foto: Wirtschaftsrat)

Wie sieht die richtige Politik für Europa also aus? Für Pieper ist die Sache klar: Die wirtschaftliche Bedeutung des europäischen Binnenmarktes für Deutschland könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das gelte insbesondere für das Münsterland, das in den vergangenen Jahren ganz erhebliche Zuwächse bei der Exportquote erzielt habe – auch dank des Binnenmarktes habe man den Strukturwandel so glänzend vollzogen. Ein Ausstieg aus dem Euro hätte weitreichende, unkalkulierbare Folgen, gerade in Sachen Export. „An den Grundfesten des Euro zu rütteln ist Harakiri“, machte der Europaabgeordnete unmissverständlich klar.

 

„Vom großen, gemeinsamen Markt hat der Mittelstand in starkem Maße profitiert“, erklärte Pieper. Dieser positive Impuls für die Wirtschaft könne jetzt wiederholt werden: Wenn man das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA auf den Weg bringe. Hier könne man ein wirtschaftliches Gewicht in die Waagschale werfen, um Wirtschaftsnationen wie China entgegenzutreten. Die Vereinheitlichung von Normen und Vorschriften zwischen EU und USA erschließe dem Mittelstand ein riesiges Potential und große Marktchancen. „Das hat ja schon einmal funktioniert: Beim europäischen Binnenmarkt!“

 

Eine klare Absage erteilte Pieper der Vergemeinschaftung der Schulden (Euro-Bonds). Sorgen machen dem Parlamentarier extremistische Parteien, die in EU-Staaten Stimmung gegen Europa machen. „Wir sollten uns alle über unsere Verantwortung für Europa im Klaren sein“, so der Abgeordnete abschließend.