24. Februar 2011
Veranstaltung des Wirtschaftsrates zur Gesundheitspolitik in Masserberg
Grundsatz „Reha vor Rente“ muss erhalten bleiben
Der Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“ sollte auch in Zukunft im Rahmen einer geplanten Gesundheitsreform keinerlei Abstriche erfahren. Darüber waren sich die rund 20 Teilnehmer, die zu der Jahresauftaktveranstaltung des Wirtschaftsrates der CDU, Sektion Südthüringen, nach Masserberg gekommen waren, einig. Darüber hinaus sollten Präventivmaßnahmen nach Möglichkeit nicht gekürzt werden, die zum Erhalt der beruflichen Leistungsfähigkeit notwendig sind.

 Es sei eine unzulässige „Verschwendung von finanziellen Mitteln“ und eine „Vernichtung geistiger Arbeitskraft“, wenn gut ausgebildete Arbeitnehmer mit ihrem Wissen und Können nach einer Erkrankung ohne die Möglichkeit Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch nehmen zu können, in die Rente geschickt würden, gaben die teilnehmenden Unternehmer sowie Vertreter aus dem Gesundheitsbereich und der Kommunen in Richtung Politik und Krankenkassen zu bedenken.

Nach Auffassung von Dennie Halupka, Geschäftsführer der Rennsteig Kur- und Touristik GmbH, Thüringer Wald in Masserberg, der zum Thema „Aufgabenstellung Gesundheitszentrum Masserberg – Rahmenbedingungen der Gesundheitspolitik“ referierte, fehlt im Bereich der Rehabilitation ein echter Wettbewerb der verschiedenen Einrichtungen. Außerdem beklagte er den Aufwand an Bürokratie, etwa bei der Gewinnung ausländischer Ärzte für diese Kliniken. Auch weil immer mehr Ärzte in verschiedenen Verwaltungseinrichtungen tätig seien anstatt ihrer eigentlichen ärztlichen Tätigkeit nachzugehen, entstehe ein Ärztemangel.

Halupka regte außerdem die Gründung eines eigenen Verbandes an, um die Interessen der betroffenen Einrichtungen besser bündeln und nach außen hin vertreten zu können. 

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