24. Oktober 2017
Unternehmer diskutieren beim Weimarer Wirtschaftsgespräch über Chancen und Risiken des Strukturwandels
Thüringische Landeszeitung TLZ
Vollbeschäftigung und Digitalisierung im Jahr 2025

„Unsere Maschinen teilen uns mit, welches Teil ausfallen könnte und melden die Reparatur an“, sagte der Landesvorsitzende Thüringen des Wirtschaftsrates Deutschland, Mihajlo Kolakovic, gestern in Weimar.

Radikaler Arbeitsplatzabbau oder Lösung des Fachkräfteproblems? Darüber gebe es selbst bei Experten differierende Meinungen, so Kolakovic. Deshalb habe man das 23. Weimarer Wirtschaftsgespräch unter das Thema „Vollbeschäftigung und Digitalisierung im Jahr 2025“ gestellt.

50 Milliarden Geräte weltweit sind digital ansprechbar und verletzbar, wies Kay Senius, auf die Dimension des Geschehens hin. Der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen erwartet tiefgreifende Veränderungen in den Qualifikations- und Tätigkeitsmustern der Menschen.

Es komme auf frühzeitige Investitionen in die frühkindliche Bildung zum Thema Digitalisierung. Die wird regional sehr unterschiedliche Auswirkungen haben, weshalb es stärkerer regionalisierter Strategien bedürfe, so Senius.

Zudem habe das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung auf die wachsende Bedeutung einer funktionierenden Sozialpartnerschaft hingewiesen. Die Digitalisierung erzwinge flexiblere Arbeitszeitmodelle, die nur von den Tarifpartnern entwickelt werden können.

Anderseits werde die künstliche Intelligenz die Produktivität steigern und das Fachkräfteproblem verringern. Allerdings wird lebenslanges Lernen immer wichtiger. „Es entsteht ein zusätzlicher permanenter Weiterbildungs- und Umschulungsbedarf“, sagte Senius.

Lesen Sie den Artikel auch online über folgenden externen Link

Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Thüringen
Telefon: 0361/ 5661488
Telefax: 0361/ 5661490