25. September 2012
Unternehmensnachfolge: Steuerrechtliche und unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten
Unternehmensnachfolge ist eines der sensibelsten Themen im Leben eines Unternehmers. Eine professionelle Begleitung ist dabei immer ratsam, da hierbei viele Fachbereiche berührt werden, die nicht zum Tagesgeschäft eines Unternehmers zählen.
v.l.n.r. Manfred Wicharz, Steuerbüro und Unternehmensberatung Naumburg; Dr. Ralph Beckmann, Leiter Abteilung Nachfolgeberatung Commerzbank AG Frankfurt/Main; René Sievers, Mitglied Geschäftsleitung Leipzig, Regionalfilialleitung Halle Commerzbank AG; RA Markus Valerius, Sektionssprecher Halle, RAe Valerius & Partner Halle (Foto: Wirtschaftsrat)

Anlässlich der Sektionsveranstaltung in der Commerzbank in Halle diskutierten rund 30 Unternehmer mit Dr. Ralph Beckmann, Leiter Abteilung Nachfolgeberatung Commerzbank AG Frankfurt/Main, und dem Steuerberater Manfred Wicharz über das Thema „Unternehmensnachfolge – steuerrechtliche- und unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten“.


Sektionssprecher Markus Valerius begrüßte die Gäste: „Das Thema Unternehmensnachfolge muss von den verschiedensten Seiten betrachtet werden. Nicht nur die finanzielle, sondern auch die steuerliche und rechtliche Seite sind dabei nicht zu vernachlässigen. In Deutschland sehen sich rund 70.000 Unternehmen, in Sachsen-Anhalt etwa ein Drittel der Unternehmen mit dieser Frage konfrontiert.“


Der Hausherr, René Sievers, begrüßte als Mitglied der Geschäftsleitung Leipzig, Regionalfilialleitung Halle Commerzbank AG, die Mitglieder des Wirtschaftsrates. Das Geschäft der Commerzbank sei ein sehr kreditlastiges Geschäft mit einem Volumen von etwa 1,1 Milliarden Euro jährlich. „Die finanzielle Seite der Unternehmensnachfolge ist einer der schwierigsten Teile im Leben eines Unternehmers, die sich jedoch vereinfachen lassen, wenn man frühzeitig damit beginnt. Die Begleitung nach einer Unternehmensnachfolge ist in vielen Fällen erforderlich.“


Dr. Ralph Beckmann ging neben den steuerlichen und rechtlichen Punkten auf die weichen Rahmenbedingungen einer Unternehmensnachfolge ein. „Unternehmensnachfolge ist Chefsache und muss ganzheitlich betrachtet werden. Neben den harten Faktoren, den finanziellen, steuerlichen und rechtlichen Aspekten, spielen hier besonders die persönliche Altervorsorge, die Gerechtigkeit in der Familie bei Familienunternehmen und die Vermeidung von Liquiditätsengepässen des Unternehmens in der Übergangsphase eine erhebliche Rolle.“


Manfred Wicharz ging in seinem Vortrag auf die steuerlichen Aspekte ein. „Der Staat nimmt durch die Erbschaftssteuer jährlich um die 4,3 Milliarden Euro ein. Es gilt Unternehmensübergänge so zu gestalten, dass die steuerlichen Aspekte dabei mit eingeplant sind. Zur Vereinfachung sieht die Steuergesetzgebung  Verschonungsregeln vor."


In seinem Schlusswort appellierte der Sektionssprecher Markus Valerius an die Politik keine weiteren Steuern oder veräußerungshemmenden Steuergesetze zu erlassen, damit das Vermögen der Unternehmen im Wirtschaftskreislauf verbleibt.