28. April 2011
„Übereilter Wandel in der Energieversorgung gefährdet Industriestandort“
warnte Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung Evonik Steag
„Die Bundesregierung hat mit ihrem Energiekonzept von September 2010 ehrgeizige Ziele für die Energieversorgung bis zum Jahre 2050 vorgegeben."

Wir alle müssen dafür Sorge tragen, dass die Umsetzung auf eine realistische und wirtschaftlich vertretbare Weise erfolgt,“ erklärte Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Steag GmbH, den Mitgliedern der Sektion Essen/Westliches Ruhrgebiet des Wirtschaftsrates der CDU e.V.

Ein radikaler und übereilter Systemwandel der Energieversorgung gefährde den Industriestandort und damit die Basis des Wohlstandes in Deutschland. Daher müsse die Diskussion über den Energiemix der Zukunft sachlich geführt werden. Eine weitere Verunsicherung der Bevölkerung, wie in den letzen Wochen durch die Katastrophe in Fukushima ausgelöst, führe zu einem noch geringeren Verständnis für die dringend erforderlichen Schritte, die mit der Umstrukturierung verbunden seien.

„Wenn ein langfristiger Wandel gelingen soll, müssen die Aspekte Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt werden“, unterstrich Rumstadt. Insgesamt sei ein gesellschaftlicher Konsens von Ökologie und Ökonomie notwendig. Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung, sowohl für die Industrie als auch für die privaten Haushalte, sowie die gesellschaftliche Akzeptanz seien dabei zentrale Elemente der Energieversorgung der Zukunft.

Sichere Energieversorgung, wie wir sie in Deutschland gewohnt seien, sei ein hohes Gut und im internationalen Vergleich keine Selbstverständlichkeit. Energiesicherheit sei ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag und nicht, wie fälschlicherweise immer wieder angenommen, eine im Gesetz verankerte Zuständigkeit der Netzbetreiber oder Energieversorger. „Unsere Gesellschaft ist verantwortlich und muss sich auf eine Richtung einigen, die langfristig durchgehalten wird, weil sie durchdacht, begründet und nachvollziehbar ist,“ betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung.

„Wir alle müssen die Augen für die Herausforderungen, die vor uns liegen, öffnen und uns gemeinsam damit beschäftigen. Extrempositionen, die alle paar Monate revidiert werden müssen, helfen nicht,“ so Rumstadt abschließend.



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