04. Juli 2013
"Über den Dächern von Berlin"
Baden-Württemberg-Abend vor dem Wirtschaftstag im 21. Stock des Bahn Towers am Potsdamer Platz mit Dr. Volker Kefer
Über 300.000 Baden-Württemberger leben in Berlin. Am Montag vor dem Wirtschaftstag versammelten sich noch mal gut 100 mehr zum Baden-Württemberg-Abend im Hauptquartier der Deutschen Bahn AG.
v.l.n.r: Rosely Schweizer, Hans Reichenecker, Bernhard Feßler, Heinrich Baumann (Foto: WR)

Nachdem die Mitglieder die Aussicht über den Dächern von Berlin genossen hatten, folgte der Vortrag „Infrastrukturprojekte in Baden-Württemberg“ von Bahn-Vorstandsmitglied Dr. Volker Kefer. Anschließend kam man noch gemütlich im Biergarten an der Spree zusammen. Auch die Bundestagsabgeordneten der Landesgruppe stießen hinzu und nutzen die Gelegenheit im direkten Dialog mit der Wirtschaft die derzeitige politische Lage zu diskutieren.

„Nicht nur Stuttgart 21, sondern auch andere wichtige Infrastrukturprojekte, wie der Ausbau der Bahnverbindung zwischen Karlsruhe und Basel, sind von erheblicher Bedeutung für Baden-Württemberg: für seine Bürger, ebenso wie für Wirtschaft und Industrie“, führte Dr. Ulrich Zeitel, Landesvorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg und Mitglied des Präsidiums des Wirtschaftsrats der CDU e.V. zur Eröffnung aus und sensibilisierte die Unternehmerinnen und Unternehmer, den Blick nicht nur auf die Straße und deren weiteren Ausbau zu richten, sondern auch die Entwicklungen und den Ausbau des Schienennetzes im Blick zu haben.

„Große Infrastrukturprojekte zeigen, dass die Zukunftsfähigkeit des Landes Baden-Württemberg auf dem Prüfstand steht. Diese sind wichtig und überlebensnotwendig für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg, wie auch für die Zukunft unserer Kinder. Der Wirtschaftsrat im Land hat sich daher bewusst für S21 eingesetzt, weil dies eine existenzielle Frage für Baden-Württemberg ist“, führte Dr. Zeitel aus.

Dr. Ulrich Zeitel begrüßt die Unternehmner aus Baden-Württemberg (Foto: WR)

Dr. Volker Kefer hatte sein Thema auch mit Bedacht gewählt: „Infrastrukturprojekte in Baden-Württemberg“ und ließ daher nach einem allgemeinen Überblick über den DB-Konzern mit den drei maßgebenden Standbeinen Personalverkehr, Transport und Logistik sowie Infrastruktur und Dienstleistung einen Einblick in die gesamtdeutsche Eisenbahninfrastruktur folgen. Er legte dabei dar, wie sich der DB-Konzern ökologisch aufstellt und damit nachhaltig für die Zukunft wirkt: „Wir wollen die drei Dimensionen „Ökonomie, Soziales und Ökologie“ in Einklang bringen“.

Zur Situation in Baden-Württemberg führte er aus, dass nicht nur der Hauptbahnhof Stuttgart im Rahmen des Projektes S21 maßgebend sei, sondern auch der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm besonderes Gewicht im Ausbau des Verkehrsknotens Südwest zukommt. „Die wichtigste Verbesserung liegt in schnellen, zuverlässigen und direkten Verbindungen“, so Kefer.

Angeregt und diskutiert wurde, Planänderungsverfahren in Deutschland zu beschleunigen und zu verschlanken. Hierin wird erhebliches Potential gesehen, auch während laufender Ausführung und Umsetzung von Infrastruktur- und Großprojekten künftig flexibler, besser und vor allem effizienter zu bauen und auch auf etwaige Eventualitäten besser reagieren zu können.

Dr. Volker Kefer spricht zu „Infrastrukturprojekte in Baden-Württemberg“ (Foto: WR)

Zusammenfassend schloss Dr. Kefer ab: „Baden-Württemberg ist eines der wichtigsten Länder für den Schienenverkehr. Investitionen und neue Projekte sichern die Versorgungsqualität auch in Zukunft.“

„Schnellere und flexiblere Verfahren und vor allem kürzere Bearbeitungs- und Durchlaufszeiten sind die größten Aufgabenstellungen, die es zu Umsetzung künftiger deutscher Großprojekte zu lösen gibt“ dankte Landesvorsitzender Dr. Ulrich Zeitel Gastgeber Dr. Volker Kefer für den umfassenden Überblick und die offene Diskussion im Hause des Bahn Towers über den Dächern von Berlin.