27. Januar 2015
TTIP sichert Europas strategische Partnerschaft mit den USA
Friedrich Merz bei Regionaltagung Rurhgebiet des Wirtschaftsrates
Friedrich Merz betonte auf der Regionaltagung Essen des Wirtschaftsrates der CDU e.V. : „Amerikaner und Europäer müssen politisch an einem Strang ziehen, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.“ Vor allem das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) biete große politische und ökonomische Chancen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, so der Vorsitzende der Atlantik-Brücke e.V. und Mitglied des Präsidiums des Wirtschaftsrates.
v.l.n.r. Joachim Rumstadt, Friedrich Merz, Dr. Jens-Jürgen Böckel (Foto: Wirtschaftsrat)

Gastgeber Joachim Rumstadt, Mitglied des Sektionsvorstands Essen und Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, unterstützte Merz: „Die EU und USA vereinen etwa die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung. Die USA sind unser wichtigster Handelspartner.“


„TTIP kann für das 21. Jahrhundert die gleiche Bedeutung haben wie das NATO-Abkommen für das 20. Jahrhundert“, stellte Friedrich Merz die Bedeutung des Freihandelsabkommens für die transatlantische Partnerschaft heraus. Mit dem Abkommen entstünde mit mehr als 800 Millionen Verbrauchern der größte Wirtschaftsraum der Welt. Infolgedessen würden Handelsbarrieren fallen und Produktstandards angepasst. Die Vorteile lägen auf der Hand: Mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks. Kritikern entgegnete Merz: „Gegen TTIP werden die gleichen Argumente vorgebracht wie zuvor gegen die Öffnung des europäischen Binnenmarktes.“ Bewahrheitet habe sich keine der Befürchtungen.


Friedrich Merz weiter: Angesichts des harten Wettbewerbs mit Asien gehe es um die strategische Partnerfähigkeit Europas. Eindringlich warnte er vor einem Scheitern der Verhandlungen: „Europa würde eine einmalige Chance vergeben und die USA dazu bewegen, sich stärker in Richtung Asien auszurichten.“


Gerade im Bereich der Industrie 4.0 sehe er großes Wachstumspotential: „TTIP schafft wichtige Investitionsmöglichkeiten für unsere Wirtschaft.“ Auf diese Weise könne Europa neue Märkte erschließen. „Wer die technischen Standards bestimmt, hat die Märkte von morgen.“ Die dazu notwendigen Technologien befänden sich aber in den Händen amerikanischer Unternehmen. Deshalb gehe Industrie 4.0 nur mit amerikanischer Hilfe. Die Sicherung des europäischen Technologievorsprungs sei deshalb eng an die Kooperation mit den USA geknüpft, argumentierte der Vorsitzende der Atlantikbrücke e.V.