11. Juli 2011
Traditionelle politische Mittagsrunde zum Thema „Ökologie und Ökonomie“
„Baden-Württemberg hat das Zeug für eine Vorzeigeregion“
Ravensburg. Unter dem Motto „Ökologie und Ökonomie“ stand in diesem Frühsommer die traditionelle politische Mittagsrunde der Sektion Ravensburg/Friedrichshafen des Wirtschaftsrats der CDU. Neben den regionalen Abgeordneten Dr. Andreas Schockenhoff MdB, Lothar Riebsaman MdB, Ulrich Müller MdL und Paul Locherer MdL nahmen auch der Ravensburger Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp, der Friedrichshafener Oberbürgermeister Andreas Brand, der Leutkircher Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, sowie der Tettnanger Bürgermeister Bruno Walter an der Diskussionsrunde teil.

Zu Beginn macht Sektionssprecher Helmut Hirner die Position des Wirtschaftsrates deutlich. „Unternehmer entscheiden im Rahmen ihrer Aufgabe über den Einsatz knapper Ressourcen. Diese Entscheidung umfasst auch den Einbezug von Umweltaspekten. Insofern müssen wir uns um eine nachhaltige Entwicklung unter Berücksichtigung ökologischer, wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Aspekte bemühen. Dabei hat Baden-Württemberg durchaus das Zeug dazu eine Vorzeigeregion zu werden.“

 

Dr. Andreas Schockenhoff MdB verband die zentrale Frage: „Wie erreichen wir mit weniger Ressourcen ein volkswirtschaftlich nachhaltiges und sicheres Wachstum“ mit der Antwort „Wer, wenn nicht ein Industrieland wie Deutschland sollte das schaffen.“ Dem Optimismus schloss sich auch Lothar Riebsamen MdB an: „Es ist schlicht natürlich und notwendig, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen. Dabei können wir aber nicht die Grundregeln der Marktwirtschaft außer Acht lassen. Man kann nicht produzieren, was nicht nachgefragt wird.“ Paul Locherer MdL verwies auf einen weiteren Punkt: „Verkehrsinfrastruktur ist ebenfalls Ökologie. Schließlich ermöglicht es bspw. ein Projekt wie Stuttgart 21 vielen Pendlern, auf das Auto zu verzichten.“ Ulrich Müller MdL macht zudem deutlich, dass man nun als Opposition bewusst deutlicher sprechen muss. Schließlich sei die Regierungserklärung ziemlich blass gewesen.

 

Anschließend wurde mit den Mitgliedern des Wirtschaftsrats angeregt diskutiert. Wichtige Themen waren dabei die Bereitschaft der Bürger zum Ausweis neuer Gewerbeflächen. Vor allem die immer stärker auftretende Nutzungskonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Gewerbe wurde dabei angesprochen. Daneben wurden auch positive Beispiele zur Einbindung der Bevölkerung diskutiert, wie z.B. bei der Genehmigung des Baus eines Ferienparks durch Center Parks in Leutkirch.

 

Sektionssprecher Hirner machte am Ende noch einmal deutlich, dass man trotz aller ökologischen Wünsche, die Ökonomie nie ganz ausblenden kann. „Baden-Württemberg lebt von und durch den innovativen Mittelstand. Dies dürfen wir nicht gefährden. Denn nur wo Erträge erwirtschaftet werden, kann auch in nachhaltige Umweltprojekte investiert werden.“

Kontakt

 

Bernhard Feßler

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