30. September 2015
Tourismusregion Harz als Wirtschaftsfaktor
Urlaub im eigenen (Bundes)-land? Ja, der Harz hat einiges zu bieten. Soweit die These. Das diese These auch bewiesen werden kann, haben die Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates auf der Abendveranstaltung im Ferienpark Thale GmbH & Co. KG erfahren dürfen. Zu Gast waren unter anderem der Minister für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, Hartmut Möllring und der Bürgermeister der Stadt Thale, Thomas Balcerowski.
Norbert Ermlich, Geschäftsführer Ermlich & Gehrke GmbH und Mitglied des Sektionsvorstand Harz im Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt; Daniel Trutwin, Geschäftsführer MWG Gruppe und Mitglied im Landesvorstand Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt; Hartmut Möllring, Minister für Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt; Thomas Balcerowski, Bürgermeister Stadt Thale; Jens Ulrich Thomas MdL in Sachsen-Anhalt (Bild: Wirtschaftsrat)

Nachdem Daniel Trutwin, stellv.  Sprecher der Sektion Harz des Wirtschaftsrates Sachsen-Anhalt, Mitgliedern und Gästen einen ersten Überblick über die Thematik darstellte, richtete sich Thomas Balcerowski mit einem Grußwort an das Plenum. Er stellte unter anderem die Bedeutung des Tourismus aus kommunaler und regionaler Sicht vor.


Nach diesem ersten Input übernahm der Minister das Wort. Während seines Impulses betonte er die wirtschaftliche Relevanz der Harzregion für das Bundesland Sachsen-Anhalt, denn eigentlich handelt es sich bei Sachsen-Anhalt um kein klassisches Urlaubsland. Dennoch wird der Wirtschaftsfaktor Tourismus immer wichtiger, was sich an den ansteigenden Gäste-Übernachtungen in den letzten Jahren ableiten lässt. Folglich sind auch Investitionen in diesem Bereich eine signifikante Gemeinschaftsaufgabe. So wurden z.B. seit dem Jahr 2000 bis Mitte 2015 im touristischen Gewerbe rund 210 Millionen Euro und in die touristische Infrastruktur rund 77 Millionen Euro investiert.

 

Minister Möllring unterstrich die positiven Aussichten das „Urlaub machen in der Heimat“ auch weiterhin von der Landesregierung im Auge behalten wird und weitere Investitionen anstehen werden. In der nachfolgenden Frage- und Diskussionsrunde tauschten sich Unternehmer und Fachleute mit Minister Möllring und Bürgermeister Balcerowski aus.

Bild: Wirtschaftsrat

Nach der lebhaften Diskussionsrunde ging es fußläufig gemeinsam zum Hüttenmuseum Thale. Dort hatten die Mitglieder und Gäste die Möglichkeit die Schmidtsche Heißdampfmaschine Nr. 7 von 1912, die einzigartig in Sachsen-Anhalt und ein bedeutendes Industriedenkmal des 20. Jahrhundert ist, zu besichtigen.


Das Besondere an dieser Heißdampfmaschine ist, dass diese erst am 11. September 1990 in voll funktionsfähigen Zustand stillgelegt wurde. Im Dezember 2011, nach langjähriger Restauration, mit Hilfe einer Vereinsgründung, vielen Privat- und Firmenspenden, aber auch mit einem hohen Maß an Landesmitteln, steht diese Maschine am Originalstandort wieder funktionsfähig zur Vorführung zur Verfügung.


Bei einem kleinen Imbiss, vielen bilateralen Gesprächen, klang der Abend in gemütlicher Atmosphäre aus.

Bild: Wirtschaftsrat