18. September 2019
Symposium Europäische Energiepolitik
Unter dem Leitmotto „Aufbruch für einen starken Energie- und Industriestandort Europa: wettbewerbsfähig, innovativ und nachhaltig“ berieten Spitzenvertreter der europäischen Politik wie Nicola Beer MdEP, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Bernd Biervert, Stellvertretender Kabinettschef des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, Dr. Artur Runge-Metzger, Direktor für Klimastrategie und Internationales der Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission, Dr. Markus Pieper MdEP, Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie und Peter Liese MdEP, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen in der Fraktion der Europäischen Volkspartei des Europäisches Parlament mit hochkarätigen Vertretern aus der Industrie und Wirtschaft.

Energie- und Klimastrategie für ein wettbewerbsfähiges, innovatives und nachhaltiges Europa 2050

 

"Ich habe die Hoffnung, dass wir über ein Zertifikatehandelssystem, das auch andere Sektoren miteinbezieht, nicht nur die Frage des Strompreises lösen, sondern dahin kommen, dass die Einsparung von CO2 dort stattfindet, wo sie am schnellsten, am billigsten und am effizientesten möglich ist.“, forderte Vizepräsidentin Beer MdEP.

 

Frau Beer betonte die Wichtigkeit des Ausbaus transnationaler Infrastruktur als zentrales Element eines europäischen Energie- und Kimastrategie.

 

Integrierte Energiewende: Motor für Wachstum und Innovation

 

Im Rahmen des Round Tables  „Integrierte Energiewende: Motor für Wachstum und Innovation“  diskutierten Stefan Hakansson, Global Director City Energy Solutions, E.ON SE, Detlev Wösten, CTO, H&R GmbH & Co. KGaA, Peter Liese MdEP und Valentino Rossi, Head of Regulation, Public Affairs and Antitrust, Enel Group, über die Versorgungssicherheit als Schlüsselfaktor für den Industriestandort Deutschland und Europa. Der Ansatz nationaler Autarkien sei nicht der richtige Weg, um die integrierte Energiewende marktwirtschaftlich zum Erfolg zu bringen. „Alles, was europäisch geht, ist besser als nationale Lösungen“, betonte Herr Liese MdEP.

 

Europäische Klimapolitik für einen starken Energie- und Industriestandort

 

Zum Thema „Europäische Klimapolitik für einen starken Energie- und Industriestandort“ diskutierten Dr. Artur Runge-Metzger und Dr. Markus Pieper MdEP mit Dr. Andree Groos, Vorsitzender der Bundesfachkommission Energieeffizienz des Wirtschaftsrates und Geschäftsführer, Vaillant GmbH und mit Michael Schack PhD, Vertreter von ENGIE AG. Die Round-Table-Teilnehmer waren sich einig, dass Klimaschutz vor allem als Chance betrachtet werden soll.

 

„Großindustrielle Power-to-X Projekte, innovative Speicherlösungen, Quartiere der Zukunft sowie die Elektromobilität zeigen bereits das hohe Potenzial des übersektorialen Ansatzes“, betonte Dr. Groos.

 

Zum Abschluss des Symposiums begrüßte Dr. Rainer Gerding, Bundesgeschäftsführer, Wirtschaftsrat der CDU e.V. einige Schwerpunkte der neu gewählten Kommissionspräsidentin, von der Leyen, darunter die Ausweitung des EU-ETS auf die Sektoren Wärme und Gebäude bis 2030. „Um wirksame Impulse für Wachstum und Klimaschutz zu setzen, sollten sich Deutschland und Europa auf die Stärken des Industriestandorts besinnen. Klimapolitik muss in eine industriepolitische Gesamtstrategie eingebettet sein. Dafür sollte Frau Dr. von der Leyen jetzt die notwendigen Weichen stellen“, so Dr. Rainer Gerding.