Stiftungsfonds: Nachhaltig und steuerbegünstigt investieren

Für gemeinnützige Organisationen bedeutet die Reform im Investmentsteuergesetz zusätzlichen Aufwand. Die Baden-Württembergische Bank plant daher eine vermögensverwaltende Lösung, die sich konsequent auf die Bedürfnisse von Stiftungen fokussiert. Das heißt: Neben Ausschüttungsorientierung, aktivem Risikomanagement und innovativem Nachhaltigkeitskonzept profitieren Anleger weiter von steuerlichen Begünstigungen. Von Thomas Rosenfeld, Vorstandsmitglied Baden-Württembergische Bank.

Dem Gemeinwohl dienen – das ist die Kernaufgabe gemeinnütziger Organisationen. Entsprechend schauen sie bei der Anlage ihres Kapitals immer öfter auf ökologische beziehungsweise soziale Kriterien oder eine vorbildliche Unternehmensführung. In Deutschland sind mehr als 40 Prozent aller Nachhaltigkeitsinvestoren Stiftungen und Kirchen. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des Forums Nachhaltige Geldanlagen hervor. „Stiftungen übernehmen bereits durch ihre Vermögensanlage immer häufiger Verantwortung, indem sie nachhaltig oder wirkungsorientiert investieren. In diesen strategischen Entscheidungen Partner zu sein – das motiviert uns“, sagt Thomas Rosenfeld, Vorstandsmitglied der BW-Bank.

 

Laut Forum Nachhaltige Geldanlagen belegen diverse Studien, dass nachhaltige Kapitalanlagen bei Rendite und Risiko keinen systematischen Nachteil gegenüber konventionellen Anlagen aufweisen. Im Gegenteil: Einige Investoren sind sogar davon überzeugt, dass nachhaltiges Handeln auch ein Indikator für die Qualität eines Unternehmens sein kann. Eine allgemeingültige Definition, welchen Anforderungen eine nachhaltige Kapitalanlage genügen sollte, gibt es allerdings nicht. Basis für die Bewertung können vom Investor beauftragte Nachhaltigkeitsratings von Emittenten sowie Transparenz- und Qualitätssiegel für Anlageprodukte sein. Häufig kommen zudem international anerkannte Normen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Prinzipien des UN Global Impact oder die 17 Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zum Einsatz.

 

Austariertes Rendite-Risiko-Profil


Stiftungen sind grundsätzlich dazu verpflichtet, ihr Vermögen zu erhalten und mit den Erträgen ihre Stiftungszwecke zu fördern. Genau das ist in der seit Jahren andauernden Niedrigzinsphase mit klassischen risikoarmen Geldanlagen wie Bundesanleihen aber kaum noch zu erreichen. Nur noch knapp zwei Drittel der Stiftungen glauben, 2017 eine Rendite oberhalb der prognostizierten Jahresinflationsrate zu erzielen – so das Ergebnis einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Stiftungen. Das Dilemma: Chancenorientiertere Anlageformen wie Aktien weisen ein deutlich höheres Risiko auf. Eine Möglichkeit, die Chancen der Kapitalmärkte zu nutzen, sind Investmentfonds. In der heutigen Situation, in der die Geldanlage so komplex ist wie selten zuvor, können diese mit der passenden Ausrichtung konservativen Anlegern wie Stiftungen die gewünschte Mischung aus Sicherheit und Rendite bieten.

 

Sogenannte Stiftungsfonds werden extra für deren besondere Bedürfnisse aufgelegt. Ihre Ziele sind es, das Kapital zu erhalten und angemessene Erträge zu erwirtschaften. Für die Verantwortlichen ist es allerdings unverzichtbar, sich die Fondsstrategie genauer anzusehen und diese nachzuvollziehen, um langfristig die richtige Entscheidung zu treffen. Stiftungsfonds werden jedoch ab dem 1. Januar 2018 durch die Reform des Investmentsteuergesetzes steuerlich benachteiligt – es sein denn, der Fondsanbieter reagiert rechtzeitig.

 

Wie können gemeinnützige Stiftungen weiterhin von ihrer Steuerbefreiung profitieren?


Da Anträge auf Erstattung der bereits gezahlten Steuer nur die Investmentfonds selbst stellen können, empfiehlt es sich abzuklären, wie die Anbieter damit umgehen. Das übersichtlichste Szenario ist die generelle Steuerbefreiung eines Fonds insgesamt. Diesen transparenten Weg wird die BW-Bank mit ihrer vermögensverwaltenden Lösung wählen. Diese bietet die Vermögensverwaltung auf Fondsbasis ausschließlich für steuerbefreite Anleger an, und befreit sie so von Anfang an von einer möglicherweise auftretenden Steuerbelastung. In Bezug auf Publikumsfonds, die häufig im Vermögen von gemeinnützigen Anlegern zu finden sind, ergeben sich aus dem Investmentsteuerreformgesetz zwei wesentliche Änderungen: Zum einen werden auf Anlegerebene Ausschüttungen inländischer Publikumsfonds künftig nicht mehr transparent besteuert, sondern über eine Vorabpauschale. Zum anderen wird auf Fondsebene eine Steuerpflicht eingeführt. Publikumsfonds müssen auf die erzielten Dividenden deutscher Aktiengesellschaften sowie Mieterträge und Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien 15 Prozent Körperschaftsteuer abführen. Grundsätzlich sind davon auch gemeinnützige Anleger betroffen. Doch die gute Nachricht: Der Gesetzgeber sieht zum Beispiel dann Steuerbefreiungen vor, wenn der Anlegerkreis eines Fonds oder einzelner Anteilsklassen auf steuerbefreite Anleger begrenzt ist und zudem die freie Handelbarkeit der Anteile eingeschränkt wird. Das gilt auch für die geplante Lösung der BW-Bank.

 

Topranking für die BW-Bank


Die BW-Bank verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der ganzheitlichen Beratung von gemeinnützigen Organisationen und begleitet aktuell rund 720 Stiftungen unterschiedlicher Größe. Damit überzeugt das Team der BW-Bank regelmäßig in renommierten Branchentests. So hat sie im Jahr 2017 zum fünften Mal seit 2011 den ersten Platz im Stiftungsvermögen-Ranking der Fachzeitschrift „Fuchsbriefe“ belegt. Das Fazit des Gremiums: „Die Leistung der BW-Bank ist grundsolide und im Kern überzeugend. Chancen und Risiken im Portfolio sind sehr gut ausgewogen. Das Serviceangebot sticht ebenfalls hervor. Top!“

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