12. Februar 2013
Sektion Berlin
Staat statt privat? Der staatliche Griff nach dem Energienetz in Berlin
Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg diskutiert über die Zukunft des Berliner Stromnetzes
Ende 2014 läuft in Berlin der Konzessionsvertrag für Strom aus, das Vergabeverfahren für die Neukonzessionierung hat bereits begonnen. Die Regierungsfraktionen SPD und CDU haben am 26.09.2012 entschieden, dass sich ein landeseigenes Unternehmen an den weiteren Schritten des Vergabeverfahrens beteiligen wird, mit dem Ziel, das Stromnetz mehrheitlich in die öffentliche Hand zu überführen.

Das Land Berlin schließt sich damit dem allgemeinen Trend zur (Re)Kommunalisierung an. Der landeseigene Betrieb Berlin-Energie hat fristgerecht seine Interessensbekundung abgegeben und nimmt damit am Vergabeverfahren teil. Weitere Bieter sind die Alliander AG, BürgerBerlin e.G. in Gründung, Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH sowie fünf weitere nationale und internationale Unternehmen.

 

In einer spannenden und gut besuchten Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Eva Maria Huntemann, Mitglied im Sektionsvorstand Berlin, Landesverband Berlin-Brandenburg, diskutierten am 12. Februar 2013 Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Chancen und Risiken einer Übernahme des Stromnetzes durch ein landeseigenes Unternehmen und die unterschiedlichen Zielsetzungen für den Umgang mit dem Stromnetz.

 

Mit Robert Krock, Geschäftsführer, SNPC GmbH Strategie . M&A . Politik, Heiko Melzer MdA, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Abgeordnetenhaus von Berlin, Dr. Helmar Rendez, Geschäftsführer, Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH, und Dr. Stefan Taschner, BürgerBegehren Klimaschutz e.V., war eine Expertenrunde vertreten, die den Gästen des Wirtschaftsrats Berlin-Brandenburg sowohl einen Einblick in das Ausschreibungsverfahren sowie die vielschichtigen Anforderungen an den zukünftigen Netzbetreiber gab als auch in der anschließenden Diskussion mit den anwesenden Gästen kompetent Rede und Antwort stand.