Sprint in die digitale Energiezukunft

Was die Digitalisierung für das Energiesystem von morgen leisten kann. Und welche Weichen die Politik stellen muss.

Unter Anwendung innovativer Methoden und eines agilen, branchen- und länderübergreifenden Workshopdesigns stellten sich 30 ausgewählte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diesen Leitfragen im Rahmen des zweiten European Energy Labs 2030 des Wirtschaftsrates. Ziel der innovativen Denkfabrik war es, Handlungsfelder und Konzepte für einen innovativen Energiemarkt der Zukunft in Deutschland, Österreich und Europa zu erarbeiten.

 

Beim Startschuss in München begaben sich die Teilnehmer dazu getreu dem Leitmotto „digitalisation is a journey“ auf eine Erkundung in den Telekommunikations-, Automotive-, und Medizintechniksektor begeben, um sich mit Vertretern innovativer Unternehmen wie BMW, O2-Telefonica und Brainlab zu den übergreifenden Herausforderungen der Digitalisierung auszutauschen. „Um auch künftig eine sichere, saubere und bezahlbare Energieversorgung sicherstellen zu können, bedarf es einer umfassenden Flexibilisierung der Angebots- und Nachfrageseite“, erklärte Franz-Josef Pschierer, der bayrische Wirtschaftsminister, zum Auftakt der Initiative auf dem Forschungs-Campus Garching im Zentrum Digitalisierung Bayern.

 

Daran knüpfe bei der zweiten Etappe in Berlin knüpfte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß daran an: „Wenn wir bei der Energiewende vorne sein wollen, müssen wir auch bei der Digitalisierung vorne sein. Dazu müssen wir vom Reißbrett in die Umsetzung. Das Energy Lab leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“ Gemeinsam mit Start-ups und digitalen Experten erarbeitete und diskutierte die Gruppe im Berliner Greenhouse von Deloitte konkrete Konzepte, um Innovationen mit Datentransparenz, einer effizienten Netzinfrastruktur und wenig Regulierung voranzutreiben.

 

Nach einem Grußwort der österreichischen Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Margarete Schramböck, stand der dritte Workshop bei der Verbund AG in Wien ganz im Zeichen der grenzüberschreitenden Perspektive. Lösungsansätze wurden gezielt daraufhin diskutiert, Digitalisierung als Möglichkeit für eine wettbewerbsfähige, effiziente und  innovative Energiewende in Europa zu nutzen.

 

Das finale Ergebnis des European Energy Labs wird dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič auf dem Symposium „Europäische Energiepolitik“ des Wirtschaftsrates am 19. September 2018 in Brüssel übergeben. Für mehr Informationen über die Denkfabrik Energy Lab und ihren Kernforderungen finden Sie auf: www.elab2030.eu

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