07. Juli 2016
SPD-Linke kämpft mit Rentenvorschlägen für mehr Armut in Deutschland
Wolfgang Steiger: Junge müssen noch mehr Lasten tragen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert den Vorstoß der SPD-Linken, das Niveau der gesetzlichen Rente auf mindestens 50 Prozent anzuheben. „Mehr Armut in Deutschland ist das traurige Ergebnis, wenn sich die Parlamentarische Linke mit ihrer Forderung durchsetzt“, kritisiert der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger. „Eine Erhöhung des Rentenniveaus ist die falsche Antwort, um das Armutsrisiko in Deutschland zu senken. Die Altersgruppe der über 65-jährigen ist heute mit rund drei Prozent mit Abstand am wenigsten von Armut betroffen. Für die Finanzierung der Rentenerhöhung müsste der Rest der Gesellschaft aufkommen, dessen Armutsrisiko aber bereits heute dreimal so hoch ist. Die Pläne der SPD-Linken verschärfen also das Armutsrisiko in Deutschland und insbesondere das der jungen Generation. Das ist weit entfernt von sozialer Gerechtigkeit“, betont Wolfgang Steiger.

 

Steiger weiter: „War das Rentenpaket bereits ein ausgewachsener Sprengsatz für die Generationengerechtigkeit, geht die SPD-Linke jetzt noch einen Schritt weiter.“ Rente mit 63 und Mütterrente belasten die Jungen Jahr für Jahr mit rund zehn Milliarden Euro zusätzlich. Eine Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent würde dagegen beispielsweise in 2029 mit jährlichen Mehrausgaben von 52 Milliarden Euro zu Buche schlagen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft ermittelt hat.

 

„Mit ihren Plänen würden die SPD-Linke den Generationenvertrag komplett in Stücke reißen. Dabei wird nach der Rekordrentenerhöhung in diesem Jahr von 4,25 Prozent im Westen und fast sechs Prozent im Osten die reale Kaufkraft der Renten auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Offensichtlich ist es also reine Panikmache von Rentenpopulisten, dass Ältere künftig angeblich scharenweise in die Armut fallen. Die SPD-Linken handeln nach dem Motto: Sozial ist, was der wachsenden Zahl älterer Wähler nützt, auch wenn die Umverteilung von Jung zu Alt die Zahl der Armen in die Höhe treibt. Der Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD gibt offensichtlich den deutschen Nigel Farage. Heute bin ich Populist. Morgen können dann ja andere die Scherben aufkehren“, mahnt Wolfgang Steiger.

 

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