15. Februar 2011
"Soziales Engagement nicht im Regulierungswahn ersticken!"
Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., zu sogenannten ‚Sozialbilanzen’: „Die Koalition ist angetreten, die überbordende Bürokratielast spürbar abzubauen. Dazu passt es nicht, zusätzliche Informationspflichten über sogenannte ‚Sozialbilanzen’ einzufordern, die am Ende Arbeitsplätze vernichten. Deutsche Unternehmen setzen sich auf vielfältige Weise für ihre Mitarbeiter und die Gesellschaft ein. Die Forderung nach Kennzahlen wie dem Einsatz von Zeitarbeitern ist lediglich ideologiegetrieben und kann kein Nachweis für soziales Engagement sein. Die Zeitarbeit wird diskriminiert. Unternehmen dürfen nicht dafür an den Pranger gestellt werden, dass sie durch Zeitarbeit Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Wenn heute zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer zuvor ohne Beschäftigung waren, dann zeigt sich, wie tragfähig diese Brücke von der Arbeitslosigkeit in die Beschäftigung ist.

Das Letzte, was die deutsche Wirtschaft braucht, ist ein weiteres Draufsatteln auf die über 9.000 Informationspflichten der Unternehmen, die schon heute mit jährlich fast 45 Mrd. Euro zu Buche schlagen. Stattdessen kann die von der Bundesregierung versprochene Entlastung bei den Bürokratiekosten nur erreicht werden, wenn die Berichtspflichten bis Ende des Jahres um eine Mrd. Euro abgesenkt werden. Das stärkt unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit als beste Grundlage für soziales und gesellschaftliches Engagement der Unternehmen.“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. ist Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft und vertritt die Interessen von rund 12.000 Unternehmen und Unternehmern in Deutschland und Europa.

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