22. Januar 2015
So bleibt Deutschland erfolgreich!
Jens Spahn beim Wirtschaftsrat Borken
v.l.n.r. Hans-Jürgen Marx, Jens Spahn MdB, Alfred Marx, Alfons Beckmann, Hans Hund (Foto: Wirtschaftsrat)

Am vergangenen Sonntag war er noch zu Gast in Günter Jauchs Talkshow und erntete einhelliges Lob für seinen Umgang mit den Pegida-Akteuren; ein paar Tage später hieß es für Jens Spahn: Zurück zu den Wurzeln. Denn bei der Firma MEM Maschinenbau GmbH in Ottenstein hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete in jungen Jahren gejobbt. Ein guter alter Bekannter also, der am Donnerstag in den Räumen von MEM Rede und Antwort stand bei einer Diskussion, zu der die Sektion Borken des Wirtschaftsrates der CDU e.V. eingeladen hatte. Sektionssprecher Alfons Beckmann und die Hausherren Hans-Jürgen Marx und Alfred Marx konnten zahlreiche Gäste begrüßen, unter anderem auch Landrat Dr. Kai Zwicker und den Präsidenten der Handwerkskammer Münster, Hans Hund. Thema der Diskussion: „Wie bleibt Deutschland erfolgreich?“ 

 

Keine Frage, Deutschland steht gut da, die Wirtschaftsdaten stimmen. „Wir sind stark, wir sind gut, das darf man sagen, ohne überheblich zu werden“, lobte Spahn. Dieser wirtschaftliche Erfolg sei auch den richtigen politischen Weichenstellungen geschuldet. Nun gelte es, diese starke Stellung in Zukunft zu behaupten. Dabei spielen laut Spahn drei Themen eine große Rolle: Der Fachkräftemangel, die Umbrüche der digitalen Revolution und: „Die Verteidigung unserer freien, offenen, demokratischen Gesellschaft“, wie Spahn vor dem Hintergrund des islamistischen Terrors formulierte.


Stichwort Fachkräftemangel: Spahn erinnerte an die Idee der Flexi-Rente „Wir brauchen die Älteren und ihre Erfahrung“ und betonte die positiven Effekte der Einwanderung von „jungen und gut ausgebildeten  Fachkräften aus der EU.“ Für den Parlamentarier, seit einigen Wochen auch Mitglied des Präsidiums der CDU, bestand kein Zweifel, dass Deutschland den Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien helfen muss. Kritisch sah Spahn dagegen die „ungesteuerte Zuwanderung über den Missbrauch des Asylrechts“. Wenn abgelehnte Asylbewerber, etwa aus Serbien, nicht in ihr Heimatland zurückkehrten, sei das nicht hinnehmbar.


In Sachen IT-Technik mahnte Jens Spahn deutlich mehr Engagement für Start-Ups in Deutschland an. „Wir müssen diesen Unternehmen eine Chance geben, sonst wandert die zukünftige Wertschöpfung etwa im Bereich vernetzter, softwaregesteuerter Autos nach Kalifornien ab.“ Der MdB  forderte eine einheitliche EU-Datenschutzregelung.